Huawei gibt der US-Regierung die Schuld an der weltweiten Chip-Knappheit

Noch nie gab es weltweit so viele Probleme, Chips für Elektronik zu bekommen

Derzeit muss wohl jeder Hersteller, der irgendein technischen Gerät baut bzw. verbaut, mit der globalen Chip-Knappheit leben. Und dies dürfte wohl noch bis Anfang nächsten Jahres so weitergehen, wie viele Branchenexperten voraussagen.

Der Mangel an Chips zwang zur Reduzierung der Produktionspläne bei Smartphone, Autos und anderen technischen Geräten. Und sorgte dafür, dass die Preise für Prozessoren teilweise explodierten. Analysten machen die Coronavirus-Pandemie für alles verantwortlich, die den reibungslosen Ablauf der Lieferketten gestört hat. Sie geben aber auch Huawei die Schuld, die letztes Jahr verzweifelt versuchten, alles aufzukaufen, was es gab.

Das chinesische Unternehmen hingegen gibt seinerseits der Regierung im Weißen Haus die Schuld. Laut Huawei waren es die amerikanischen Sanktionen, die die Panikkäufe von Komponenten und vor allem Chips provozierten, was letztlich der Grund für die Verknappung war.

Huawei-CEO Eric Xu sagte in einer Rede auf dem Analysten-Gipfel, dass die Unternehmen bisher nicht versucht hätten, Chips zu horten. Dies sei einfach nicht nötig gewesen. Jetzt ziehen es viele Hersteller vor, sich auf Vorrat einzudecken, indem sie einen Vorrat für 3-6 Monate im Voraus anlegen. All dies hat letztlich die gut koordinierte Arbeit der Lieferkette gestört; die Komponentenhersteller können mit der Nachfrage einfach nicht Schritt halten.

Laut dem Top-Manager von Huawei sind es die USA, die am Ausbruch der Weltwirtschaftskrise schuld sein könnten. Mit ihren Sanktionen zerstörten die Amerikaner die Partnerschaften und das Vertrauen, das in der Chip-Lieferkette bestand. Nun streben eine Reihe von Ländern den Aufbau einer eigenen Produktion von Halbleiterprodukten an und scheuen dafür keine Kosten, was wiederum zu einem Preisanstieg bei Chips führt und damit die Preise für Elektronik in die Höhe schnellen lässt.

Eric Xu sagte, dass Huawei nach einem Ausweg aus dieser Situation sucht. Jetzt hat Huawei noch einen gewissen Vorrat an Komponenten, aber der wird nicht mehr lange reichen. Deshalb investiert es aktiv in Forschung und Entwicklung, um in Zukunft selbst Prozessoren zu produzieren.

Die negativen Erfahrungen mit Huawei zwingen andere chinesische Unternehmen dazu, vorsichtig zu agieren und ernsthaft über die Zukunft nachzudenken. Es besteht die Möglichkeit, dass auch andere chinesische Unternehmen mit der Produktion von Chips beginnen werden. Zur Erinnerung: Im Netz kursieren Gerüchte, dass Xiaomi und Oppo ihre eigenen Chips für 5G-Smartphones noch in diesem Jahr oder Anfang nächsten Jahres herausbringen könnten.

Quelle(n):
Nikkei Asia

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Jörn Schmidt

Von Jörn Schmidt

Android-Fan seit 2010, Outdoor- & Skandinavien-Fan, Kino-Freak und derzeitiger User eines OnePlus 8T mit Android 11

Eine Antwort auf „Huawei gibt der US-Regierung die Schuld an der weltweiten Chip-Knappheit“

Völlig normal in unserer Gesellschaft, einer schieb dem anderen den schwarzen Peter zu. Das alle in irgend einem Fall auch selbst ein Teil dazu beitragen das es ist wie es ist erkennt keiner der genannten. Sorry aber Schuld sind am Ende alle zu gleichen Teilen, und wir zahlen dann die Rechnung für solche Vollpfosten.

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