Ford Kuga: E-Bestseller kommt mit China-Plattform

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Quelle: Ford
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Ford beerdigt Fiesta und Focus, rettet aber immerhin den Kuga vor dem Aus. Das beliebteste SUV der US-Amerikaner geht in eine ungewöhnliche Zukunft: Ab 2029 rollt der Kuga als Elektroauto vom Band – allerdings auf einer Mischplattform des chinesischen Giganten Geely aus dem gemeinsamen Werk im spanischen Valencia.

Ich beobachte diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Dass ein Traditionshersteller wie Ford seine Kernmodelle in Europa nicht mehr aus eigener Kraft auf eigene Architekturen stellt, ist ein Offenbarungseid. Wer Kosten spart, gibt Entwicklungs-Substanz ab und verspielt langfristig seine Markenidentität.

400-Volt-Technik wird zum Nadelöhr an der Ladesäule

Technisch ist die Geely-Basis als Multi-Energy-Plattform ausgelegt, was neben dem reinen Elektromodell auch Hybride erlaubt. Bei einem erwarteten E-Auto-Anteil von über 30 bis 40 Prozent in den kommenden Jahren setzt Ford beim Stromer jedoch wohl erneut auf eine 400-Volt-Architektur.

Das bedeutet im Alltag echte Frustration beim Laden. Wir kennen das Manko bereits von den MEB-Modellen von VW: Der Standard-Akku im aktuellen Ford Explorer benötigt 28 Minuten für den Hub von 10 auf 80 Prozent, wobei 25 Minuten bei 400 Volt das absolute Best-Case-Szenario darstellen. Für ein Zukunftsmodell im Jahr 2029 ist dieser Ladewert im Fernstreckeneinsatz schlicht enttäuschend.

Rallye-Optik soll das Fremd-Chassis kaschieren

Visualisierungen von AutoExpress zeigen, wohin die Reise gehen könnte. Ford verspricht für seine künftigen Europäer ein rallye-inspiriertes Design, um den Stromer optisch von der chinesischen Basis abzuheben – auch wenn der finale Look selbst in Dearborn noch nicht vollends feststeht.

Das Geely-Joint-Venture passt ins Gesamtbild: Ford wandelt sich in Europa zunehmend zum Hüllenbauer für fremde Technik. Wenn selbst der Fiesta als Elektro-Kleinwagen nur auf der Plattform des Renault 5 zurückkehren kann, bleibt von der einstigen Ford-Ingenieurskunst in Europa erschreckend wenig übrig.

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