Samsung: Galaxy S27 Ultra Dummy zeigt sich und kopiert bekanntes Kamera-Design

Das Galaxy S27 Ultra soll Samsungs bekannteste Design-Regel brechen: Die Kameras stehen nicht mehr wie bisher einzeln auf der Rückseite, sondern sollen auf einer breiten, rechteckigen Kamera-Fläche sitzen. Aktuelle CAD-Leaks, Dummys und weitere Renderings zeigen genau diese Richtung inzwischen aus mehreren Blickwinkeln. Samsung selbst hat das Design noch nicht bestätigt.
Und ja: Das erinnert ziemlich deutlich an aktuelle iPhones. Ob man diese Optik mag, ist Geschmackssache. Für Samsung ist der Schritt trotzdem relevant, weil sich das Ultra-Design damit erstmals seit Jahren sichtbar vom bisherigen Grundmuster entfernt.
Viel neues Gehäuse gibt es offenbar trotzdem nicht
Beim restlichen Gerät sieht es deutlich weniger spektakulär aus. Die aktuellen Leaks deuten auf Abmessungen hin, die sehr nah am Galaxy S26 Ultra liegen. Für das S26 Ultra nennt Samsung offiziell 163,6 × 78,1 × 7,9 Millimeter bei 214 Gramm. Ein aktueller S27-Ultra-Leak landet ungefähr bei 163,7 × 78,2 Millimetern und rund 8 Millimetern Gehäusedicke. Das ist praktisch dieselbe Geräteklasse.
Die oft genannte Aussage „7,9 Millimeter“ sollte dabei nicht als bestätigte S27-Spezifikation verkauft werden. Sie stammt aus geleakten Dummy-Units beziehungsweise Zubehördaten und passt nur auffällig gut zum aktuellen S26 Ultra. Samsung hat die Maße des S27 Ultra nicht offiziell genannt.
Für Käufer ist das durchaus eine interessante Nachricht: Samsung scheint nicht auf Teufel komm raus dünner werden zu wollen. Und ehrlich gesagt ist das auch vernünftig. Ein Premium-Smartphone muss nicht jedes Jahr dünner werden, wenn dadurch am Ende nur Akku, Kühlung oder Kamera-Hardware leiden.

Die Kamera-Fläche ist der eigentliche Umbau
Der große Wechsel passiert hinten. Die aktuellen CAD-Leaks zeigen ein langgezogenes, horizontales Plateau, das die einzelnen Kameraöffnungen optisch stärker zu einer Einheit verbindet. Android Authority und SamMobile sehen darin den auffälligsten Designbruch der nächsten Ultra-Generation.
Noch interessanter: Bei den Kameras selbst ist die Leak-Lage derzeit nicht sauber genug für eine endgültige Spezifikationsliste. SamMobile berichtet von einem möglichen Wechsel auf drei rückwärtige Kameras, während andere Leaks eine andere Anordnung und den Wegfall einer bisherigen Zoom-Kamera nahelegen. Das ist genau der Punkt, an dem aus einem Leak schnell falsche „Specs“ werden – deshalb gehört die Kameraanzahl momentan ausdrücklich in die Gerüchte-Schublade.
Und genau hier liegt für Samsung die eigentliche Messlatte: Das neue Plateau ist optisch auffällig, aber kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob die veränderte Anordnung tatsächlich Platz für bessere Sensoren, bessere Zoom-Kameras oder eine sinnvollere interne Konstruktion schafft.
Selbstheilendes Glas wäre spannender als die Rückseite
Parallel kursiert ein anderes Gerücht, das im Alltag tatsächlich mehr bringen könnte: Samsung und Corning sollen an einer selbstheilenden Beschichtung für die nächste Generation von Gorilla Armor arbeiten. Die Idee wäre, dass kleinere Alltagsschrammen auf der Oberfläche teilweise wieder verschwinden können.
Aber auch hier gilt: Das ist nicht bestätigt. Der zugrunde liegende Hinweis stammt von einem Branchenbeobachter auf X; weder Samsung noch Corning haben die Technik für das Galaxy S27 Ultra angekündigt. Außerdem ist noch unklar, ob eine solche Beschichtung überhaupt auf der Front des S27 Ultra landet.
Gerade deshalb sollte man dieses Gerücht nicht größer machen, als es ist. Sollte es tatsächlich kommen, wäre das für einen 1.000-Euro-plus-Alltagsgegenstand deutlich sinnvoller als eine neue Kamerablende fürs Datenblatt. Ein Smartphone, das nach zwei Jahren weniger zerkratzt aussieht, ist schließlich kein schlechter Deal.
Der Preis macht aus Design noch kein Upgrade
Das Galaxy S26 Ultra kostet in Deutschland offiziell ab 1.449 Euro. Samsung verlangt für das aktuelle Ultra also bereits ordentlich Geld. Einen offiziellen Preis für das S27 Ultra gibt es noch nicht.
Genau deshalb sollte Samsung beim Nachfolger mehr liefern als eine neue Rückseite. Das Galaxy S26 Ultra bringt bereits ein 6,9-Zoll-Display, 5.000 mAh Akku und ein 200-MP-Hauptkamera-System mit. Der Nachfolger muss diese Basis nicht einfach neu verpacken, sondern sollte bei Kamera, Akku, Ladeverhalten oder Haltbarkeit einen klaren Mehrwert schaffen.
Mein Eindruck nach dem aktuellen Leak-Stand: Das Galaxy S27 Ultra wird optisch deutlich anders, technisch aber wahrscheinlich erst dann wirklich interessant, wenn die neue Kamera-Anordnung einen echten Hardware-Vorteil bringt. Genau das ist bislang noch offen.
Und das ist der Punkt, an dem Samsung liefern muss. Eine breite Kamera-Insel kann man auf jedem Rendering bestaunen. Im Alltag zählt aber, was am Ende aus den Linsen herauskommt – und ob dafür wirklich 1.449 Euro oder mehr aufgerufen werden.
Samsung dürfte die Galaxy S27-Serie erst Anfang 2027 offiziell vorstellen; bis dahin bleiben die meisten Details vorläufig.
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