Googlebook offiziell angekündigt: Warum Google ChromeOS jetzt eiskalt beerdigt

Laptop-Tastatur mit Googlebook-Schriftzug
Quelle: Google
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Google macht kurzen Prozess mit dem klassischen Chromebook. Am 15. September lädt der Konzern nach New York ein, um die neue Geräte-Kategorie Googlebook offiziell vom Stapel zu lassen. Was die Kollegen von Chrome Unboxed anhand erster Medieneinladungen aufgedeckt haben, ist die größte Kehrtwende im Google-Ökosystem seit Jahren.

Das angestaubte ChromeOS wird endlich beerdigt. Stattdessen setzt Google künftig auf Aluminium OS – ein Betriebssystem, das die bekannte Desktop-Oberfläche direkt mit dem Android-Code-Stack und Gemini verschmilzt. Das bedeutet: Schluss mit trägen Web-Apps im Browser-Fenster, her mit echten, nativen Apps und System-Updates direkt über den Google Play Store. Das wurde aber auch verdammt noch mal Zeit.

Aluminium OS: Echte Apps statt halbgare Web-Krücken

Die Hardware-Partner stehen bereits Gewehr bei Fuß. Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo bringen zum Start eigene Notebooks heraus. Google zielt diesmal nicht auf billige Plastik-Laptops für Schulen ab, sondern greift im Premium-Segment an, in dem bisher Apple und Microsoft den Ton angeben.

Dass Android-Apps nun nativ auf dem Laptop laufen und direkt mit dem Smartphone verzahnt sind, behebt die größte Schwachstelle der bisherigen Chromebooks. Auch die lästige Update-Verteilung über separate Betriebssystem-Zyklen fällt weg, weil Google den Unterbau wie beim Smartphone modular über den Play Store aktualisiert. Wie flüssig das im Multitasking unter Dauerlast läuft, müssen die ersten Testmuster aber erst noch beweisen.

Magic Pointer: Googles nächster KI-Zwang für den Desktop

Natürlich kommt auch dieser Launch nicht ohne die obligatorische KI-Dosis aus. In Zusammenarbeit mit Google DeepMind wurde der Mauszeiger zum sogenannten Magic Pointer umgebaut. Das Prinzip: Bewegt sich der Cursor über ein App-Fenster, schaltet sich Gemini proaktiv ein und liefert kontextbezogene Handlungsvorschläge.

Ob man so etwas im stressigen Arbeitsalltag wirklich will oder ob ein dauernd mitdenkender KI-Mauszeiger einfach nur tierisch nervt, bleibt die große Preisfrage. Auch preislich darf sich Google keine Illusionen machen: Wenn die Partner für ein Googlebook absurde KI-Aufschläge verlangen, wird auch Aluminium OS im Regal verstauben.

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