Huawei: TSMC will weiterhin Kirin 1020 für die Mate 40-Serie produzieren

Huawei wurde von den USA ja von der Lieferkette seiner Prozessoren abgeschnitten. Doch so ganz kampflos scheinen auch die betroffenen Hersteller dies nicht hinnehmen wollen.

TSMC hatte ja nach Inkrafttreten des Verbots keine Aufträge mehr von Huawei angenommen. Doch anscheinend scheint sich der Hersteller aber auch Gedanken um seine Umsätze zu machen. Denn Huawei ist der zweitgrößte Kunde von TSMC, da wird ordentlich der Umsatz wegbrechen.

TSMC ist nicht bereit, Huawei kampflos zu verlieren. Das Festhalten an Huawei ist jetzt noch wichtiger, da ein anderes taiwanesisches Unternehmen und Konkurrent, Foxconn, bereit ist, Aufträge von Huawei anzunehmen.

Huawei hatte noch eilig einen Großauftrag in Höhe von 700 Millionen Dollar an TSMC vergeben. Diese Bestellungen werden vor dem Inkrafttreten des Verbots Mitte September ausgeliefert werden. Dabei soll es sich um 5-nm- und 12-nm-Aufträge handeln.

Die 5-nm-Prozessoren soll der HiSilicon Kirin 1020 für die kommende Huawei Mate 40-Reihe sein. Bei den 12-nm-Aufträgen handelt es sich um Prozessoren für 5G-Basisstationen.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die 5-nm-Kapazität von TSMC nur zu 50 Prozent ausgelastet. Huawei kann also diesen Platz nutzen und Bestellungen aufgeben. Dabei soll es um etwa 25.000 Wafer gehen, bei einem Preis von 15.000 Dollar/Wafer bedeutet dies einen Auftragswert von 375 Millionen Dollar. Und die kann und will sich TSMC nicht durch die Lappen gehen lassen.

Es bleibt also spannend. Werden am Ende die Hersteller sich nicht an das US-Verbot halten, weil es um ihre eigene Existenz geht?

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Jörn Schmidt
Android-Fan seit 2010, Outdoor- & Skandinavien-Fan, Kino-Freak und derzeitiger User eines Honor View 20 mit Android 10

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