Hyundai Ioniq 3 unter 28.000 Euro: Der ID.3-Schreck hat einen teuren Haken!

Klartext aus den Niederlanden: Hyundai hat die Preislisten für den sehnsüchtig erwarteten Ioniq 3 enthüllt. Während die Basisversion ab 27.995 Euro den Markt für günstige Stromer aufmischen soll, entpuppt sich das Topmodell N-Line bei genauerem Hinsehen als beispiellose Geldverbrennungsanlage für Optik-Fans.
Hyundai baut den 4,16 Meter langen Kompakten zwar auf der E-GMP-Architektur auf, speckt die Technik für das B-Segment aber auf ein kostengünstigeres 400-Volt-System ab. Der Einstieg verlangt nach Kompromissen: Für die 27.995 Euro bekommt man einen 136 PS starken Frontantrieb und einen 42,2 kWh LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat) mit 344 km WLTP-Reichweite.
Wer auf der Autobahn nicht hinter LKWs verhungern will, muss das Akku-Upgrade wählen – und genau hier wird es extrem spannend.
32.000 Euro für 500 km Reichweite: Der eigentliche Sweet-Spot
Für schmale 31.995 Euro pflanzt Hyundai einen 61 kWh NMC-Akku (Nickel-Mangan-Kobal) samt 148 PS in den Ioniq 3. Damit klettert die Reichweite auf beeindruckende 500 Kilometer nach WLTP. Zum Vergleich: Ein gleich großer VW ID.3 oder ein Renault 4 E-Tech kosten mit vergleichbarem Akku spürbar mehr.
Mit rund 115 kW DC-Schnellladeleistung lädt der Koreaner in unter 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent, bringt praxistaugliche 441 Liter Kofferraum mit und serviert erstmals das neue Android-basierte Infotainment samt V2L-Funktion.
| Modell-Variante | Akku & Chemie | Leistung | WLTP-Reichweite | Preis (NL-Richtwert) |
| Ioniq 3 Standard Range | 42,2 kWh (LFP) | 136 PS | 344 km | 27.995 € |
| Ioniq 3 Long Range | 61,0 kWh (NMC) | 148 PS | 500 km | 31.995 € |
| Ioniq 3 N-Line | 61,0 kWh (NMC) | 148 PS | 500 km | 40.995 € |
Apropos Preis-Leistungs-Verhältnis: Wer bei diesen Zahlen noch zur Basis greift, spart am falschen Ende. Der Aufpreis von 4.000 Euro für fast 160 Kilometer mehr Reichweite und bessere Zellchemie ist schlicht alternativlos.
40.995 Euro für die N-Line: Die dreiste Optik-Falle
Doch wo viel Licht ist, schlägt Hyundai beim Marketing vollkommen über die Stränge. Wer mit der sportlich aggressiveren N-Line liebäugelt, muss unverschämte 40.995 Euro auf den Tisch legen.
Der Haken an der Sache? Es gibt keinen einzigen Pferdestärke Mehrleistung. Unter der Haube steckt exakt derselbe 148-PS-Motor. Für fast 9.000 Euro Aufpreis gegenüber dem Long-Range-Modell liefert Hyundai lediglich Ausstattungs-Extras, größere Felgen und Zierrat. Das grenzt schon an einen versuchten Raubzug bei Schnellentschlossenen.
Ich bin echt gespannt, ob Hyundai diese Preisgestaltung eins-zu-eins nach Deutschland überträgt. Sobald der hiesige Konfigurator online geht, reichen wir die deutschen Daten umgehend nach.
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