Mercedes-AMG: Warum braucht die Welt ein 1.150-PS-Elektro-SUV?

Neuer Teaser aus Affalterbach: Mercedes schickt nach der irrsinnigen AMG GT 4-Türer-Limousine jetzt den passenden Hochsitz hinterher. Gleiche AMG.EA-Plattform, dieselbe irre 1.153-PS-Keule und drei extrem kompakte Axialflussmotoren von YASA, die ordentlich Bums an alle vier Räder schicken.
Auf dem Papier ist das Zukunfts-Tech vom Feinsten. Die Silizium-Anoden-Batterie mit 106 kWh drückt dank 800-Volt-Technik und 600-kW-Ladeleistung in nur 11 Minuten Saft für knapp 450 Kilometer nach. Das lässt einen Porsche Taycan an der Ladesäule alt aussehen. Das wurde aber auch Zeit, dass bei den Ladezeiten endlich mal was vorwärtsgeht.
Künstliches Ruckeln für den Pudel-Chauffeur
Aber fragen wir uns doch mal ehrlich: Ob man das wirklich braucht? Ein tonnenschweres SUV mit vierstelligem Pferdestärkebereich, nur um den Pudel vom Hunde-Friseur abzuholen? Das ist schlichtweg irre. Der hohe Schwerpunkt macht die Rennstrecken-Performance der Limousine physikalisch ohnehin zunichte.
Richtig albern wird es beim Thema Sound. Mercedes packt dem Stromer allen Ernstes künstliche V8-Motorengeräusche und simulierte Schaltrucke ins Infotainment. Hyundai hat beim Ioniq 5 N gezeigt, dass Gangsimulationen auf dem Track Laune machen können. In einem komfortablen Familien-SUV nervt das künstliche Rütteln aber einfach nur und verschlechtert den Fahrkomfort im Alltag.
Ein-Leuchten-Design und unklarer Grill
Auf den ersten Social-Media-Teasern unter dem Abdecktuch erkennt man zumindest die Silhouette. Während die flache Flunder noch drei Rückleuchten pro Seite hatte, verbaut AMG beim SUV nur noch eine. Schade eigentlich, die Dreier-Optik hatte was.
Unklar bleibt, wie wuchtig der gigantische Frontgrill in der Realität wirkt. Fakt ist: Es ist das erste SUV-Modell, das komplett in Affalterbach als reines E-Auto entwickelt wurde. Preislich vermutlich mit deutlich über 150.000 Euro völlig daneben, aber die Kundschaft wird es den Schwaben trotzdem aus den Händen reißen.
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Der künstliche V8 Sound muss nicht immer schlecht sein und ist manches Mal sogar sehr gut gemacht … so z.B beim elektrischen Mercedes G 580. Der klingt mit ‚künstlichem‘ Sound tatsächlich besser als der ‚echte‘ V8 Sound des Mercedes G500. Das sagen Tester genauso wie ich selbst, denn ich habe es über ein Wochenende testen können. Meine Wahl wäre ohnehin ganz klar der elektrische G580, denn er ist die einzige G-Klasse die wenigstens ansatzweise Sinn ergibt. Ein G63 ist dagegen ein reines Ar…loch-Auto für innerstädtische ‚Sound-Proleten‘!