Xiaomi 18: Speicherkrise sorgt für harten Preisschock

Xiaomi 18 Pro Renderbild mit neuem Kamera-Design
Quelle: X/Twitter @leo_hefeng
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Leaker Digital Chat Station hat neue Details zum kommenden Xiaomi 18 ausgepackt – und wer gehofft hatte, dass Flaggschiffe endlich wieder bezahlbar werden, muss jetzt ganz stark sein. Die News sind eine explosive Mischung aus High-End-Technik und einer saftigen Quittung für den Geldbeutel.

Gewohntes Design, aber TSMC-Monstrum unter der Haube

Optisch bleibt Xiaomi konservativ: Das quadratische Kameramodul oben links bleibt uns erhalten. Farbtechnisch gibt es mit Schwarz, Weiß, Pink, Blau und Rot immerhin solide Auswahl. Das echte Spektakel spielt sich ohnehin unter dem Display ab.

Dort schuftet Qualcomms neuer Snapdragon 8 Elite Gen 6, der erstmals im extrem teuren 2nm-Verfahren von TSMC gefertigt wird. Mit Qualcomms eigener Oryon-CPU (2+3+3 Layout), 16 MB L2-Cache und der Adreno 845 GPU schiebt das Teil gewaltige Leistung über die Bahn. Schneller LPDDR5X-Speicher ist gesetzt. Aber mal ehrlich: Der Sprung auf 2nm ist technisch beeindruckend, treibt die Wafer-Kosten für Hersteller aber extrem in die Höhe – Kosten, die eins zu eins bei uns Kunden landen.

Kamera-Experiment: Zwei Mal 200 MP statt Triple-Cam

Spannend wird es bei den Kameras. Das bisherige Dreifach-System mit jeweils 50 MP fliegt komplett raus. Stattdessen verbaut Xiaomi ein Leica Dual-200-MP-System, bestehend aus einem riesigen Hauptsensor und einer 200-MP-Periskop-Telekamera.

Das klingt im Marketing-Prospekt nach Gigantismus, ist physikalisch aber ein Wagnis. Wer das Triple-Setup streicht, opfert dedizierte optische Zwischenbrennweiten. Xiaomi muss den Bereich zwischen 1x und dem Periskop-Zoom nun rein über Sensor-Cropping lösen. Ob 200 Megapixel dieses digitale Nachhelfen ohne Qualitätsverlust ausgleichen können, muss sich in der Praxis erst noch beweisen.

Preisschock durch RAM-Krise: 1.000 Yuan Aufpreis

Jetzt kommt der Haken, der richtig wehtut: Der Einstiegspreis soll von 4.499 Yuan beim Vorgänger auf über 5.499 Yuan klettern. Das ist ein saftiger Aufschlag von über 20 Prozent auf dem Heimatmarkt.

Xiaomi-Präsident Lu Weibing redet nicht um den heißen Brei herum: Die Speicherpreise explodieren branchenweit, weil Kapazitäten durch den weltweiten KI-Boom und HBM-Speicher blockiert werden. Seine bittere Prognose: Diese RAM-Kostenkrise wird uns mindestens bis Ende 2027, eventuell sogar bis 2028 begleiten. Preislich ist das extrem bitter, aber die Realität zeigt: Das Xiaomi 18 ist erst der Anfang einer gewaltigen Preiserhöhungswelle bei Smartphones.

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