Musik-Apps: Das sind die Vor- und Nachteile

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Kaum jemand kann ohne Musik leben, wer die Menschen außerhalb ihrer eigenen vier Wände beobachtet, trifft sie oft mit Airpods oder Kopfhörern an. Musik ist ein Lebenselixier und dank Musik-Apps sind die gewünschten Songs immer und überall auf dem Smartphone verfügbar. Aber gibt es wirklich nur Vorteile? Nicht ganz, einer der größten Nachteile sind die Kosten.

Für Musikfans ist es wichtig, darauf zu achten, dass das Abo für einen Dienst immer schnell und sicher gekündigt werden kann. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, lässt sich die Kündigung immer sofort bestätigen. Eigentlich geht es ganz einfach: Zum Spotify kündigen Vorlage auf Mein Deal herunterladen, ausfüllen und abschicken – schon ist das Abo gekündigt. Und woher kommt dann die Musik für auf die Ohren?

Die größte Veränderung auf dem Musikmarkt seit Beginn

Seitdem Smartphones flächendeckend Einzug gehalten haben, hat sich der Musikmarkt radikal verändert. Schon zuvor war es der MP3-Player, der klassische Tonträger mehr und mehr überflüssig gemacht hat. Für Künstler war das eine schwere Zeit, denn sie mussten sich zunächst auf die neuen Bedürfnisse ihrer Fans einspielen, heute aber ist Musikstreaming auch bei Künstlern gängig.

Musik zu streamen bedeutet, dass Musik in Form von Daten auf das Handy, den PC oder das Tablet heruntergeladen werden und dort abgespielt werden kann. Das Hören der Songs ist jedoch nur über einen gewissen Zeitraum möglich, die Dateien werden nicht gekauft und verbleiben nicht beim Endkunden. Musikstreaming funktioniert wie Netflix – Songs, Hörbücher und Co. stehen bei bestehendem Account zur Verfügung, der Zugriff geht verloren, wenn das Abo gekündigt wird.

Vor- und Nachteile von Musikstreaming für Fans

Zwischen 2013 und 2020 war der Zuwachs in der Musikstreaming-Branche immens und auch heute ist der Zugriff auf die Dienste extrem hoch. Kaum jemand hat nicht wenigstens eine Streaming-App auf seinem Smartphone, über die er Musik abspielen und in seine Welt abtauchen kann. Da die Streamingdienste in Deutschland legal sind, muss sich niemand mehr Sorgen machen, dass beim Abspielen der Musik eine Straftat begangen wurde. Wir erinnern uns: Lange bevor Spotify und Co. an Beliebtheit zunahmen, wurden viele MP3-Files im Netz illegal hochgeladen und landete auf Millionen Endgeräten.

Die Legalität ist durch eine Kooperation mit der GEMA begründet, der Nutzer von Musik-Apps begibt sich also nicht auf illegales Terrain. Die Vorteile, die bei Streamingdiensten für Musik geboten werden, sind vor allem für die Zuhörer vorhanden:

  • Weniger Ausgaben für Musik: Musikstreaming ist günstig, vor allem im Vergleich zum Kauf von Alben und einzelnen Titeln. Oft steht die gesamte Bandbreite der Musik schon für weniger als zehn Euro pro Monat zur Verfügung, zusätzlich werden Dienste wie Online-Radios angeboten.
  • Interessante Informationen: Musikstreaming-Dienste stellen nicht nur Musik zur Verfügung, sondern geben auch Informationen zu Künstlern, ihren Interviews, stattfindenden Konzerten und vielem mehr. Musikhören ist heute nicht mehr nur „hören und entspannen“, sondern ein multimediales Erlebnis.
  • Flexibilität beim Musikhören: Eigene Playlists mit Lieblingssongs, anderen Nutzern die Playlist schicken, immer dann hören, wenn es gerade gewünscht ist – Musikstreaming bietet Flexibilität für Nutzer und ist daher äußerst beliebt.

Die Nachteile bei Musikstreaming-Diensten:

Wo Vorteile, da auch Nachteile und vor allem aus Sicht der Künstler gibt es diese leider haufenweise. Das klassische Musikstreaming ist für den Künstler nicht gewinnbringend, denn dadurch geht die Anzahl jener Kunden verloren, die eigentlich das Album gekauft hätten. Physische Tonträger wie Schallplatten oder CDs generieren immer weniger Umsatz, je jünger die Zielgruppe, desto weniger Tonträger werden verkauft. Das ist vor allem schädigend für junge Künstler, denn die internationalen großen Stars haben trotz der erschwerten Bedingungen genug Umsatz, um ihre Karriere nicht in Gefahr zu bringen. Und es gibt noch weitere Nachteile, die zu beachten sind:

  • Abhängigkeit durch den Nutzer: Es gibt viele unterschiedliche Streaminganbieter und einige von ihnen setzen auf das Abhängigkeitspotenzial. Hier wird Musik kaum offline angeboten, stattdessen muss zum Musikhören ein Online-Login erfolgen. Eine Musiksammlung ist also nur so lange vorhanden, bis der Account gekündigt wird. Dann sind alle Playlists und alle gesammelten Werke verloren.
  • Kein Sammeleffekt: Noch vor zwanzig Jahren gehörte es bei echten Musikfans zu den Leidenschaften, die beliebtesten Alben der Künstler zu sammeln. Digitale Dateien stellen aber keinen physischen Mehrwert dar, sie existieren einfach nur. Das ist einerseits für den Künstler ein Nachteil, doch auch für den Fan, dem der physische Mehrwert seiner Sammlung verloren geht.
  • Kein Vergleich zum Original: Es muss auch an die Klangqualität gedacht werden und hier können Streamingdienste nicht an den Effekt einer Schallplatte oder einer CD heranreichen. MP3s und Streaming ist zwar in guter Qualität möglich, doch eine luxuriöse Musikanlage, die in der Lage ist, Schallplatten abzuspielen, wird in Sachen Qualität ein einzigartiges Erlebnis liefern, was nicht zu kompensieren ist.

Achtung Datenvolumen: Warum Streaming teuer werden kann

Grundsätzlich kostet Streaming jeden Monat eine gewisse Gebühr, die aufs Jahr gerechnet doch einen Teil der Fixkosten ausmacht. Wer nun gleich mehrere Streamingdienste nutzt, kann im Jahr weit über EUR 200,00 ausgeben, ohne dabei je einen physischen Mehrwert zu generieren. Fakt ist, dass viele Musikangebote im Netz sogar kostenlos zur Verfügung stehen, beispielsweise bei YouTube. Hier kann legal gehört werden, ohne ein monatliches Abo. Fakt ist aber auch, dass der Komfort bei der Nutzung einer Musik-App natürlich höher ist.

Es muss aber auch bedacht werden, dass nicht nur die Kosten für das Monats-Abo, sondern auch die Gebühren für die Internetnutzung zu zahlen sind. Und hier kann es schnell ein böses Erwachen geben, wenn das Datenvolumen nach mehreren Stunden des Musikhörens schon aufgebraucht ist.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, lädt seine Wunschlieder temporär herunter und nutzt für den Download das WLAN Zuhause. So kann auch unterwegs auf die Songs zugegriffen werden, ohne dass das Datenvolumen angegriffen wird. Selbst 15 GB und mehr sind schnell aufgebraucht, wenn die Musik-App viel zum Einsatz kommt. Es ist aber zu bedenken, dass selbst bei einem Download der Zugriff wieder verloren geht, sobald die Musik-App gekündigt wurde.

Tipp: Wer es einfach erst mal ausprobieren und für sich die Vor- und Nachteile herausfinden möchte, kann bei jeder Musik-App ein Probeabo für einen Monat abschließen (kostenlos) und danach entscheiden, ob es weitergehen soll oder ob das Angebot nicht den eigenen Bedürfnissen entspricht.

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