Nothing Essential Voice: Saubere Texte per Spracheingabe statt Tastatur-Getippe vorgestellt

Nothing Essential Voice
Quelle: Nothing
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Nothing arbeitet intensiv an der Transformation seines Betriebssystems hin zu einer KI-gesteuerten Plattform. Mit der Vorstellung von Essential Voice legt das Unternehmen aus London nun einen wichtigen Grundbaustein für diese Vision. Das Tool setzt dort an, wo klassische Diktierfunktionen bisher scheitern: beim Erstellen von wirklich nutzbarem Text. Während Nutzer auf der Tastatur im Schnitt 36 Wörter pro Minute schaffen, ermöglicht die Spracheingabe etwa 150 Wörter. Essential Voice filtert dabei in Echtzeit Stotterer sowie Füllwörter wie „Ahs“ oder „Ohs“ heraus und liefert direkt ein strukturiertes Ergebnis, das eher einem geschriebenen Dokument als einem Transkript gleicht.

Die Bedienung erfolgt wahlweise über die Tastatur oder durch einen langen Druck auf die Essential-Taste am Gehäuse. Ein Verlassen der aktiven App ist für die Nutzung nicht erforderlich. Neben der reinen Textbereinigung bietet die Software sogenannte Personal Mappings. Damit lassen sich individuelle Sprachbefehle für häufig genutzte Links, Vorlagen oder komplexe Begriffe definieren. Zudem agiert das Werkzeug als Live-Übersetzer in über 100 Sprachen und erkennt diese automatisch. Dass Nothing hierbei auf Cloud-Verarbeitung setzt, ist technisch nachvollziehbar, auch wenn Google gerade erst eine Offline-Lösung für iOS präsentiert hat, die es bisher jedoch nicht in die EU geschafft hat. Laut Nothing werden die Aufnahmen verschlüsselt übertragen und nach der Verarbeitung sofort gelöscht.

Der Rollout startet ab sofort für das Phone (3) und das Phone (4a) Pro. Besitzer eines Nothing Phone (4a) müssen sich noch bis Anfang Mai gedulden. In kommenden Ausbaustufen soll die KI zudem kontextsensitiv agieren und automatisch erkennen, ob gerade eine lockere Chat-Nachricht oder eine förmliche Mail verfasst wird. Langfristig ist Essential Voice als Teil eines größeren Puzzles zu sehen: Nothing plant mit Essential OS eine native KI-Umgebung, in der Nutzer per Sprache komplexe Aufgaben delegieren können – etwa das Scannen von Belegen oder das Erstellen von Briefings basierend auf Kalendereinträgen.

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