Nothing OS 5.0: Android 17 kommt früher, aber mit Haken

Carl Pei drückt wieder auf die Marketing-Tube: Am 25. August um 11:00 Uhr BST stellt Nothing die neue Firmware Nothing OS 5.0 offiziell vor. Die Basis bildet das aktuelle Android 17. Wer jetzt allerdings glaubt, sein Smartphone schon nächste Woche mit neuem Code zu flashen, fällt auf den PR-Zirkus herein.
Der 25. August bringt die Show, nicht die fertige Firmware
Hersteller werfen gerne mit Release-Daten um sich, verschweigen dabei aber den entscheidenden Haken. Der kommende Dienstag markiert lediglich die Ankündigung und den wahrscheinlichen Start einer Open-Beta-Phase.
Zuletzt wurden ausgewählte Nutzer des Nothing Phone (3) bereits unter strenger Geheimhaltungsvereinbarung für eine geschlossene Testrunde herangezogen. Werfen wir einen Blick auf den Vorjahres-Rhythmus von Nothing OS 4.0, zeichnet sich ein klares Bild ab: Nach dem Vorab-Test im September rollte das finale System erst im November an normale Nutzer aus. Vor Ende Oktober oder Anfang November wird die stabile Version kaum auf regulären Geräten landen.
Android 17 als Basis: Was bringt das Update im Alltag?
Nothing teasert den Versionssprung gewohnt pathetisch mit „More joy, every day“ an und verspricht frische Widgets sowie neue Icons. Viel wichtiger ist jedoch, was unter der Haube von Android 17 passiert.
Echte Verbesserungen für den mobilen Alltag liefern vor allem die neuen Floating Bubbles, mit denen sich Apps per langem Tastendruck in frei schwebende Fenster für schnelles Multitasking verwandeln lassen. Content-Creator und Tutorial-Bastler bekommen zudem die Screen Reactions, bei denen das Videobild der Frontkamera direkt über die Bildschirmaufnahme gelegt wird. Ob man das täglich braucht? Vermutlich nicht jeder, aber es ist ein praktisches Werkzeug ohne App-Zusatzmüll.
Wer bekommt Nothing OS 5.0 – und wann?
Positiv hervorzuheben ist das Update-Tempo im direkten Vergleich zum Wettbewerb. Nothing zieht den Zeitplan gegenüber dem Vorjahr um fast einen Monat vor. Neben den aktuellen Spitzenmodellen wie dem Nothing Phone (3) und der Nothing Phone (4a)-Reihe (inklusive Pro und 4b) stehen auch das Nothing Phone (2a), das Nothing Phone (2a) Plus sowie das günstige CMF Phone 2 Pro auf dem Update-Zettel.
Wir begrüßen den früheren Startschuss ausdrücklich. Jetzt muss das Team in London nur noch beweisen, dass die Software zum Start ohne die gefürchteten Beta-Bugs und Akku-Fresser auf den Geräten landet.
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