Range Rover wirft seine beiden Bestseller nach 2027 raus

Land Rover zieht bei seinen kleineren Modellen überraschend schnell den Stecker. Wie die Chefetage gegenüber Fachmedien wie Autocar bestätigt hat, werden der Range Rover Evoque und der Range Rover Velar bis Ende 2027 komplett eingestellt. Wer in Zukunft einen kompakten oder bezahlbaren Range Rover sucht, schaut schlicht in die Röhre – denn direkte Nachfolger gibt es nicht.
Die Briten wollen die Marke nämlich radikal nach oben verschieben. Statt schickem Kompakt-SUV soll ab 2027 ein neuer, voll elektrischer Range Rover GT die untere Grenze markieren. Für bisherige Evoque-Fahrer bedeutet das vor allem eins: Das Ticket in die Range-Rover-Welt wird künftig drastisch teurer.
Warum Land Rover bei Evoque und Velar den Stecker zieht
Jaguar Land Rover beendet die Produktion von Evoque und Velar bis Ende 2027 vor allem, um die Marke Range Rover konsequent im extremen Hochpreis-Segment gegen Bentley und Porsche zu positionieren. Die bisherigen Bestseller brachten zwar ordentlich Stückzahlen, passen aber nicht mehr in die neue Gewinnstrategie des Konzerns.
Über Jahre hinweg waren der Evoque und der etwas größere Velar so etwas wie der praktische Einstieg für alle, die das edle Design wollten, ohne gleich ein riesiges Schlachtschiff in die Garage zu stellen. Doch damit ist bald Schluss. Zwar laufen beide Modelle bis Ende 2027 ganz normal vom Band und werden danach noch über Händlerbestände abverkauft, eine neue Generation auf den kommenden Plattformen wird es aber nicht geben.
Dass JLR diesen Schritt geht, liegt schlicht am Geld. Die Marke Range Rover soll künftig ganz oben mitspielen, während man das Brot-und-Butter-Geschäft den robusteren Schwestermarken überlässt.
Rechnet man sich diesen Sprung mal eben auf der Zunge durch, wird die Härte der Entscheidung erst richtig greifbar: Ein aktueller Evoque startet in Großbritannien bei rund 44.000 Pfund (hierzulande ab rund 51.000 Euro). Wenn der neue Elektro-GT künftig bei geschätzten 90.000 bis 100.000 Pfund (locker 110.000 bis 120.000 Euro) losgeht, verdoppelt Land Rover die Einstiegshürde mal eben um gut 115 bis 125 Prozent. Wer künftig die schicke Silhouette fahren will, zahlt also mehr als das Doppelte – oder muss zur Konkurrenz abwandern.
Die neue EMA-Plattform und der Wechsel zum Defender Sport
Technisch rollt die nächste Modellgeneration auf der neuen Electrified Modular Architecture (EMA) an, einer modernen Elektro-Basis, die bei Bedarf auch Hybrid-Antriebe aufnehmen kann. Auf dieser Plattform soll der neue Range Rover GT als flache, aerodynamische Sportlimousine mit steilem Fließheck starten.
Spannend ist dabei, was im britischen Werk Halewood passiert. Während der Discovery Sport bereits im Dezember 2026 ausläuft, baut JLR die Fertigungslinien komplett für die neuen EMA-Autos um. Wer künftig nach einem handlicheren Geländewagen aus England sucht, wird ganz bewusst umgeleitet: An die Stelle der kompakten Luxus-SUVs rückt nämlich der kommende Defender Sport, der sowohl rein elektrisch als auch teilelektrisch auf den Markt kommen soll.
Ein sinnvoller Strategiewechsel?
Unterm Strich macht Range Rover damit kurzen Prozess mit allen Modellen, die nicht genug Marge abwerfen. Wer die flachen Linien von Evoque oder Velar schätzt, hat noch bis Ende 2027 Zeit, sich einen der letzten Verbrenner oder Hybriden als Neuwagen zu sichern. Danach schließt sich das Kapitel Kompakt-Luxus bei Range Rover endgültig.
Wie sich dieser harte Schwenk hin zu reinen Luxus-Stromern in der Praxis anfühlt, zeigt übrigens auch mein Blick auf die ersten Daten und Preise des kommenden Flaggschiffs – denn dort kratzt Land Rover schon ganz selbstverständlich an der 160.000-Euro-Marke. Wer künftig weniger ausgeben will, wird schlicht zum Defender Sport oder zu Discovery rübergelotst.
Ganz ehrlich: Würdet ihr den saftigen Aufpreis für einen elektrischen Range Rover GT mitgehen, oder war der Evoque für euch genau das richtige Format?
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Ich fahre derzeit meinen zweiten Velar und bin nach wie vor von dem Auto begeistert. Ich kenne kein anderes mit vergleichbar schönem Design und Komfort. Die Materialqualität ist in dieser Fahrzeuggröße einmalig. Ich möchte keinen Rennwagen mit viel Bling Bling, sondern fahre lieber zügig, aber komfortabel. Ich habe mich zuletzt bewusst gegen einen Range Rover Sport entschieden, weil er mir in der Stadt schlicht zu groß ist. Die Größe des Velar reicht für meine Bedürfnisse völlig aus. Schade, wenn der Velar ausläuft, denn mir fällt keine Alternative aus.