Samsung Galaxy A27 geleakt: Qualcomm-Wechsel mit bitterem Beigeschmack

Samsung bringt Bewegung in seine Budget-Klasse. Nach den größeren Brüdern steht nun das kleinere Galaxy A27 in den Startlöchern. Ein massiver Daten-Leak verrät vorab das komplette Datenblatt und offizielle Produktbilder. Die größte Überraschung steckt unter der Haube, denn Samsung schmeißt den hauseigenen Exynos-Chip raus.
Stattdessen übernimmt der Qualcomm Snapdragon 6 Gen 3 das Kommando. Für Nutzer bedeutet das im Alltag vor allem weniger Hitzestau in der Hosentasche bei sommerlichen Temperaturen. Der Prozessor arbeitet effizienter als der alte Exynos 1380 aus dem Vorgänger. Beim Speicher stehen Varianten mit 6 GB oder 8 GB RAM sowie 128 GB oder 256 GB Speicherplatz zur Auswahl.
Gehäuse-Wachstum und Rotstift bei den Kameras
Das Display misst knackige 6,7 Zoll in der Diagonalen und löst in Full HD+ auf. Allerdings fordert der große Bildschirm seinen Tribut beim Gehäuse. Mit einer Breite von 78,2 Millimetern wird das Telefon spürbar unhandlicher als der Vorgänger. Wer kleine Hände hat, muss sich im Alltag auf permanente Daumen-Akrobatik einstellen. Das Gewicht bleibt mit rund 200 Gramm auf dem Niveau des Vorgängers.
- Display: 6,7 Zoll, Full HD+ (wahrscheinlich 120Hz AMOLED)
- Akku: 5.000 mAh mit gewohnt lahmschen 25 Watt Ladeleistung
- Software: Android 16 mit der Oberfläche One UI 8.5
- Farben: Light Pink, Blue und Black (weniger bunt als zuvor)
Bei den Kameras betreibt Samsung beträchtliches Hardware-Shuffling. Die Hauptkamera knipst weiterhin mit 50 Megapixeln und optischer Bildstabilisierung. Die Ultraweitwinkel-Kamera schrumpft dagegen von 8 auf magere 5 Megapixel zusammen. Das riecht stark nach Sparmaßnahme. Bei der Frontkamera sinkt die Auflösung zwar von 13 auf 12 Megapixel, hier soll aber ein neuerer Sensor für bessere Nachtaufnahmen sorgen.
Die versteckten Streichungen
Der Wechsel zu Qualcomm sieht auf den ersten Blick super aus. Schaut man genauer hin, bezahlt der Käufer diesen Chip mit schmerzhaften Einbußen an anderer Stelle. Die Schrumpf-Kur der Ultraweitwinkel-Optik auf 5 Megapixel liefert im Jahr 2026 matschige Sensor-Kost.
Richtig weh tut aber das Streichen des microSD-Slots. Samsung wirft hier ein echtes Kern-Feature der günstigen Klasse über Bord, um die Kunden zu den teureren Speicher-Varianten zu drängen. Xiaomi und Motorola zeigen in dieser Preisklasse regelmäßig, dass man gute Chips ohne solche Kastrationen verbauen kann.
Das Gerät wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Ein exaktes Datum für den Verkaufsstart steht noch aus.
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