Samsung Galaxy Watch & Ring: Schlafapnoe-Check wird genauer

Samsung Galaxy Ring in silbener Ausführung stehend vor grauem Hintergrund
Mehr Details für die Nacht: Samsung verteilt das erweiterte Schlafapnoe-Tracking, lässt ältere Uhren aber vorerst warten | Quelle: Samsung
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Samsung rollt für die Galaxy Watch und den Galaxy Ring eine deutlich präzisere Schlafüberwachung aus. Statt wie bisher nur pauschal vor möglichen Atemaussetzern zu warnen, schlüsselt die aktualisierte Health-Monitor-Software die nächtlichen Atempausen ab sofort in konkrete Schweregrade auf.

Auf dem Papier ist das ein echter Gewinn für den nächsten Arztbesuch, weil man endlich handfeste Messwerte in die Sprechstunde mitbringt. In der Praxis zieht Samsung allerdings erst mal wieder eine ziemlich harte Grenze durchs eigene Line-up.

Vom vagen Alarm zu drei konkreten Schweregraden

Das aktualisierte Schlafapnoe-Tracking von Samsung erfasst Atemaussetzer pro Schlafstunde und stuft sie direkt in milde, moderate oder schwere Belastungen ein. Die Auswertung basiert auf kontinuierlichen Sauerstoffmessungen im Blut und setzt voraus, dass innerhalb von zehn Tagen mindestens zwei Nächte mit jeweils fünf Stunden Schlaf aufgezeichnet werden.

Bislang begnügte sich die Software – die Samsung im Februar 2024 mit FDA-Freigabe an den Start brachte – mit einem schlichten Warnhinweis bei mittleren bis schweren Auffälligkeiten. Wer wissen wollte, wie gravierend die Aussetzer tatsächlich ausfielen, ging leer aus. Mit den frischen Freigaben der US-Behörde FDA und des südkoreanischen Pendants MFDS liefert die Samsung Health Monitor App jetzt endlich die nötigen Details.

Das spart im Zweifel viel Rätselraten, wenn man morgens gerädert aufwacht. Dass Samsung seine Gesundheits-Plattform derzeit ohnehin spürbar umbaut, hatte ich mir bereits beim großen Umbau der Samsung Health App genauer angeschaut.

Warum der Galaxy Ring im Vorteil ist und ältere Uhren warten müssen

Samsung schaltet das erweiterte Schlafapnoe-Tracking zunächst für den Galaxy Ring und Smartwatches ab Wear OS 7.0 frei. Während der kompakte Ring durch seine lange Akkulaufzeit und den hohen Tragekomfort punktet, erhalten ältere Modelle wie die Galaxy Watch 7 oder Watch 8 das Upgrade erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Am smarten Ring ergibt das Feature nämlich den meisten Sinn: Viele wollen nachts schlicht keine klobige Uhr am Handgelenk tragen, während der kleine Sensor am Finger beim Schlafen überhaupt nicht stört. Samsung sichert sich damit die weltweit erste behördliche Zulassung für ein so tiefes medizinisches Tracking in dieser kompakten Bauform.

Dazu kommt eine einfache Alltags-Rechnung beim Akku: Um die geforderten zwei Nächte mit jeweils fünf Stunden Schlaf innerhalb des Zehn-Tage-Fensters zu erfassen, braucht man mindestens zehn Stunden lückenlose Messdaten. Beim Galaxy Ring mit seinen knapp sechs Tagen Laufzeit läuft das völlig stressfrei nebenher. Bei einer Galaxy Watch, die man bei intensiver Nutzung fast alle 24 bis 36 Stunden nachladen muss, wird das schnell zur Zitterpartie – vergisst man vor dem Zubettgehen das Ladedock, bricht die Messung ab und das Zeitfenster schrumpft zusammen.

Wer das Upgrade bekommt – und wer in die Röhre schaut

Das Rollout der neuen Erkennungsfunktion startet ab sofort in Südkorea und den USA für aktuelle Hardware. Besitzer einer älteren Galaxy Watch 4 oder Watch 5 müssen sich dagegen dauerhaft mit der bisherigen Basis-Erkennung begnügen, da Samsung die neuen Berechnungsmodelle an neuere Sensor- und Software-Generationen koppelt.

Unterm Strich ist das Update ein starker Schritt nach vorn für alle, die ohnehin die neueste Hardware am Arm oder Finger tragen. Wer allerdings gehofft hat, dass Samsung ältere Uhrengenerationen direkt mitzieht, wird einmal mehr enttäuscht.

Dass neue Software-Funktionen vorrangig als Kaufanreiz für frische Geräte herhalten müssen, ist bei den Südkoreanern keine Seltenheit – ein ganz ähnliches Muster zeigte sich erst neulich beim Rollout von One UI 9 für Galaxy-Geräte.

Nutzt ihr solche medizinischen Tracking-Funktionen auf eurer Smartwatch eigentlich regelmäßig, oder schaltet ihr den Sensor-Kram nach den ersten paar Tagen genervt ab?

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