Samsung Galaxy Z Fold 8: Das Titanium-Rätsel im Härtetest

Samsung Galaxy Z Fold 8 Farbvariante
Quelle: Samsung
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Samsung hat bei der Präsentation des Samsung Galaxy Z Fold 8 mächtig aufgetrumpft: Eine nagelneue Titanium-Schicht soll das faltbare Display stabilisieren. Doch im Härtetest von JerryRigEverything zerkratzte die Scheibe schon bei Härtegrad 2 mit tiefen Riefen. Da stellt sich sofort die Frage: Hat uns die Marketing-Abteilung eine Mogelpackung aufgetischt oder wo versteckt sich das Edelmetall?

Unter dem Flammenwerfer zeigt sich die Wahrheit: Die interne Trägerplatte verfärbt sich regenbogenbunt – der eindeutige Beweis für echtes Grade-5-Titan. Das Problem liegt im Alltag: Das Titan sitzt unter fragilem Ultra Thin Glass (UTG) und zwei Schichten Plastik. Für deine Finger fühlt sich das Falt-Smartphone also weiterhin nach Kunststoff an, obwohl Samsung das Edelmetall als Schlagargument verkaufte.

Wo ist die Waben-Kühlung beim Basis-Fold geblieben?

Auf dem Unpacked-Event schwärmte der Konzern noch von einer filigranen Waben-Struktur zur Entlastung des Panel-Drucks. Beim Zerlegen des normalen Galaxy Z Fold 8 fehlte von den Waben jedoch jede Spur. Das Muster bleibt wohl exklusiv dem teureren Fold 8 Ultra vorbehalten. Wer das Standardmodell kauft, zahlt den vollen Innovationspreis, bekommt aber abgespeckte Fertigungstechnik.

Gleiches Spiel bei der Kühlung: Der brachiale Snapdragon 8 Elite Gen 5 muss im Basis-Fold ohne Kupfer-Vapor-Chamber auskommen. Samsung verbaut lediglich ein simples Graphit-Pad und streicht sogar das neue Dual-DCIC-System. Unter Dauerlast marschiert das System damit schnurstracks in die thermische Drosselung. Ob man das bei einem Gerät weit über der Tausend-Euro-Marke akzeptieren muss? Definitiv nein.

Ersatzteil-Apotheke und exzellente Feinmechanik

Sollte dir das innere 7,6-Zoll-Display kaputtgehen, wird es richtig schmerzhaft: Der Austausch schlägt außerhalb der Garantie mit 579 US-Dollar zu Buche. Preislich leider völlig daneben, denn dafür gibt es bereits ein vollwertiges Flaggschiff der Mittelklasse. Das äußere Frontglas liegt mit 138 US-Dollar immerhin im erträglichen Rahmen.

Trotz der harten Rotstift-Politik überzeugt das Innere der Mechanik: Die Ladespule leistet endlich 20 Watt beim kabellosen Laden, während die Stereo-Lautsprecher mit winzigen Resonanz-Kügelchen für erstaunlich satten Klang sorgen. Zudem verbaut Samsung kompakte Silizium-Karbon-Akkus mit insgesamt 4.800 mAh Kapazität. Das modulare Scharnier mit drei Zahnrad-Wirbeln – herunterskaliert vom vierteiligen Mechanismus des Fold 7 – zeigt echte Ingenieurskunst. Am Ende bleibt ein faszinierendes Falt-Handy, das man wegen der astronomischen Reparaturpreise aber wie ein rohes Ei behandeln muss.

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