Tesla Model Y Standard: Kleiner Akku, große Klatsche

Tesla Model Y Standard
Quelle: Tesla, Inc.
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Ein Auto mit gerade mal 59,5 kWh nutzbarer Akkukapazität fährt effizienter als fast alles, was gerade auf dem Markt ist – und macht damit Autos mit deutlich dickerem Akku ziemlich alt aussehen. Genau das zeigt der aktuelle 1.000-Kilometer-Test von Björn Nyland mit dem Tesla Model Y Standard, und die Zahlen sind für die Konkurrenz ehrlich gesagt peinlich.

Zur Einordnung: Nylands Test ist im E-Auto-Segment mittlerweile der inoffizielle Referenzwert für Realverbrauch. Immer gleiche Strecke, immer gleiche Geschwindigkeitsstufen (90, 120 und 130 km/h), immer gleiche Bedingungen. Wer hier gut abschneidet, liefert nicht nur ein Marketing-Zahlenspiel, sondern einen reproduzierbaren Alltagswert.

Die nackten Zahlen aus dem Test

Das Model Y Standard verbraucht im Testschnitt nur 18,6 kWh auf 100 Kilometer. Zum Vergleich: Jedes andere getestete Fahrzeug liegt über 20 kWh, manche deutlich. Bei 90 km/h schafft der Tesla rund 500 Kilometer mit einer Ladung, bei 120 km/h sind es immerhin noch 358 Kilometer.

Das ist deshalb bemerkenswert, weil der Akku mit 59,5 kWh netto (LFP-Zellen, vermutlich von CATL zugeliefert) zu den kleinsten im Testfeld gehört. Tesla erkauft sich diese Effizienz unter anderem über den auf Cd 0,22 verbesserten Luftwiderstandsbeiwert der überarbeiteten „Juniper“-Plattform – ein Wert, den aktuell kaum ein SUV in dieser Fahrzeugklasse unterbietet.

Warum die Konkurrenz mit mehr Akku trotzdem verliert

Ein BYD Atto 3 Evo hat mit 74 kWh gut 15 kWh mehr Akku als der Tesla – und schafft bei 120 km/h trotzdem nur 308 Kilometer. Der Kia EV4 mit der großen Batterie (rund 81 kWh) kommt auf 382 Kilometer, also gerade mal 24 Kilometer mehr als der Tesla mit über 20 kWh weniger Kapazität. Leapmotor B10 und C10 knacken nicht mal die 300-Kilometer-Marke, und der Skoda Enyaq Coupé braucht seinen deutlich größeren 77-kWh-Akku, um überhaupt in Reichweiten-Schlagdistanz zu bleiben.

Ob man diesen Effizienzvorsprung wirklich braucht? Ganz klar ja, wenn man mal nachrechnet, was das im Portemonnaie bedeutet. Bei aktuell rund 35 bis 40 Cent pro kWh Haushaltsstrom kostet das Model Y Standard im Alltag etwa 6,50 bis 7,50 Euro pro 100 Kilometer – Fahrzeuge mit 4 bis 6 kWh Mehrverbrauch liegen schnell zwei Euro pro 100 Kilometer drüber. Auf 15.000 Kilometer im Jahr macht das locker 200 bis 300 Euro Unterschied.

Preis-Leistung: Hier stimmt die Rechnung tatsächlich mal

Das Tesla Model Y Standard startet in Deutschland bei knapp unter 45.000 Euro und bietet damit Einstiegs-SUV-Preis mit Mittelklasse-Effizienz. Preislich leider völlig daneben liegen da eher die Wettbewerber, die für ähnliches oder schlechteres Reichweiten-Ergebnis größere und damit teurere Akkupakete verbauen müssen – Rohstoffkosten für Batteriezellen sind kein Nebenschauplatz, sondern direkt einpreisbarer Kostenfaktor.

Das heißt nicht, dass Tesla alles richtig macht. Aber in Sachen Akku-Effizienz pro Euro Kaufpreis ist das Model Y Standard aktuell schwer zu schlagen, und das darf man auch mal so unironisch feststellen.

Der Pferdefuß bleibt die Ladeleistung

Ganz ohne Kritik kommt Tesla trotzdem nicht davon. Die Ladeleistung des Model Y Standard liegt Berichten zufolge bei rund 170 kW Peak, während Wettbewerber mit 800-Volt-Technik (Hyundai-Modelle auf E-GMP-Basis) deutlich höhere Ladeleistungen und kürzere Ladepausen bieten. Genau das drückt im Nyland-Test die Gesamtzeit des Tesla nach unten, trotz Bestwert beim Verbrauch.

Das wurde aber auch Zeit, dass Tesla hier nachlegt – seit Jahren wird über die im Vergleich zur Konkurrenz eher müde Ladekurve diskutiert, ohne dass sich grundlegend etwas ändert. Die Ladeschwäche wird durch die Effizienz zwar spürbar abgefedert, verschwindet dadurch aber nicht komplett.

Kleiner Akku, große Lektion für die Branche

Der Nyland-Test liefert am Ende eine simple, aber unbequeme Erkenntnis für die gesamte Branche: Reichweite ist keine Frage der Akkugröße allein, sondern der Ingenieursarbeit dahinter. Das Model Y Standard beweist mit seinem kleinen 59,5-kWh-Akku, dass durchdachte Aerodynamik und Antriebseffizienz mehr bringen als stumpfes Zellen-Stapeln. Wer bei der Kaufentscheidung nur auf die kWh-Zahl im Datenblatt schaut, macht es sich too einfach – und zahlt am Ende drauf.

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5 Kommentare

  1. Was denkst du denn, wie das hier abläuft?
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  2. Kürzlich unternahm ich eine Fahrt von Deutschland nach Spanien und zurück im Tesla Y Standard und legte insgesamt über 2300 Kilometer zurück. Die Kosten betrugen nur 110 Euro – ein wahres Wunderauto! Während der gesamten Strecke erreichte ich Geschwindigkeiten von 110 bis 130 km/h, und das Autoregelungssystem funktionierte makellos. In letzter Zeit sind die Straßenqualität in Deutschland und die Kraftstoffpreise ernsthaft zu beklagen, während sie in Frankreich und Spanien um ein Vielfaches niedriger sind und die Straßen hervorragend sind. Besonders überrascht hat mich der spanische Benzinpreis – nur 1,54 Euro pro Liter, während er in Deutschland über 2 Euro pro Liter übersteigt.

    1. vielen Dank für den Beitrag auch wenn ich den für nicht so zielführend erachte. ist jetzt Nyland der neue Industriestandard? nach wltp sind es 455 km. der Enyaq mit dem ähnlich großen Akku im Enyaq 60 hat eine wltp von 432, also kaum weniger. ein Kia evo3 mit grossem Akku 605 km. es soll Leute geben die nicht zu 100 % Autobahn fahren. dort mag der CW wert besonders vorteilhaft sein aber im Mix tut sich da halt nicht viel….

  3. Wurde der Artikel durch eine KI geschrieben? Der Kaufpreis beträgt momentan knapp unter 39.000 € inkl aller Gebühren und das Thema Ladeverhalten finde ich etwas irreführend geschrieben.

    Ansonsten stimme ich dem zu. Sehr effizientes Auto, auch dank der neuen 4DU Antriebseinheit im Heck. Preis/Leistungstechnisch wird es kaum etwas besseres geben und wird zudem in Deutschland zusammengebaut. Leider ist die Versicherungseinstufung nur Mittelfeld, aber immerhin besser als bei den Asiaten.

    Tesla sollte sich noch im Detail um den Autopiloten kümmern der total vernachlässigt wird. Das kann der Travel Assist vom VAG Konzern einfach viel besser.

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