Teure Quittung für Wolfsburg: Wie Škoda und Tesla den EU-Automarkt umgraben

Klassische Verbrenner stehen beim Autokauf in Europa ganz tief im Keller. Bis April 2026 stiegen die EU-Neuzulassungen insgesamt um 4,2 Prozent. Benziner verloren im gleichen Zeitraum 17,7 Prozent. Der Diesel schmierte um 16,1 Prozent ab. Beide Antriebsarten halten zusammen nur noch mickrige 30,2 Prozent des Marktes.
Die Käufer wählen stattdessen den Stecker. Vollhybride führen mit 38,2 Prozent Marktanteil. Reine Stromer folgen mit 19,7 Prozent auf Platz zwei. Plug-in-Hybride sichern sich 9,6 Prozent.
Italien meldet bei reinen Elektroautos ein Plus von 73,1 Prozent. Frankreich wächst um 48,2 Prozent. Deutschland legt um 41,3 Prozent zu.
Tesla führt die Liste an, Škoda jagt die Muttermarke
An der Spitze der Verkäufe steht das Tesla Model Y. Elon Musks Rabattpolitik brachte im ersten Quartal 49.579 Zulassungen. Das Model 3 holt mit 25.207 Einheiten den dritten Platz.
Zwischen die Amerikaner schiebt sich der Škoda Elroq auf Platz zwei. Das tschechische SUV holte 25.248 Verkäufe. Das ist eine Steigerung von 330 Prozent. Der Elroq frisst den älteren Enyaq intern auf.
Bei der Kernmarke VW sieht es düster aus. Der ID.4 und der ID.5 verloren im Quartal 17,2 Prozent. Der teure ID.7 sackte um 19,7 Prozent ab. Der Audi Q4 e-tron ging um 18,8 Prozent zurück.
Billig-Stromer verdrängen die etablierte Konkurrenz
Der Leapmotor T03 schoss um 519 Prozent nach oben. Fast 14.545 Zulassungen stehen in den Büchern. In Italien kostete der Kleinwagen mit Förderung unter 5.000 Euro.
Die Franzosen zeigen ebenfalls, wie günstige E-Mobilität funktioniert. Der Renault R5 legte um 18,1 Prozent zu. Citroëns ëC3 kletterte um 42,4 Prozent. Beide Modelle punkten über den niedrigen Preis im Alltag.
- Gewinner: Škoda Elroq (+330 %), Leapmotor T03 (+519 %), Tesla Model Y (+70 %)
- Verlierer: VW ID.7 (-19,7 %), VW ID.4/ID.5 (-17,2 %), Kia EV3 (-27,9 %)
Im Premium-Segment punktet Mercedes mit der neuen elektrischen CLA-Baureihe. Das Modell auf der MMA-Plattform holte aus dem Stand 13.945 Zulassungen. Kia verliert mit dem EV3 dagegen fast 28 Prozent der Käufer.
VW scheitert an der Realität
Wolfsburg verliert den Anschluss durch eine falsche Preispolitik. Das Smartphone-Geschäft hat es vorgemacht. Wer im Alltag zu teuer anbietet, verliert gegen clevere Angreifer.
Die Kunden kaufen keinen Namen mehr. Sie wählen das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Škoda baut mit dem Elroq das modernere und günstigere Auto. VW wird von der eigenen Tochter überholt.
China zeigt mit dem Leapmotor den nackten Ernst der Lage. Ein fahrbares Auto für unter 5.000 Euro deklassiert die europäische Basis. Die etablierten Hersteller haben das günstige Einstiegssegment komplett verschlafen.
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