Vivo X500 Ultra: Radikales Kamera-Experiment gegen das Flaggschiff-Sterben

Vivo X300 Ultra
Quelle: Vivo
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Die steigenden Hardware-Preise fordern erste prominente Opfer. Xiaomi streicht das 18 Ultra wegen explodierender Komponentenkosten komplett, doch Vivo hält dagegen. Für das geplante Vivo X500 Ultra im zweiten Quartal 2027 laufen im Labor Experimente, die den Kameramarkt komplett zerlegen könnten – wenn der Hersteller das finanzielle Risiko am Ende wirklich eingeht.

Der 35mm-Plan: Megapixel-Verlust für bessere Videos?

Leaker Digital Chat Station zeigt derzeit offen, wo die Reise hingeht. Bei der Hauptkamera droht Foto-Fans eine Kehrseite, die im ersten Moment richtig nervt. Der aktuelle Spitzenreiter Vivo X300 Ultra nutzt noch den fetten 1/1.12 Zoll großen 200 Megapixel Sony LYT-901. Vivo testet für den Nachfolger nun zwei extreme Wege.

Ein Rückschritt. Die erste Option schrumpft die Auflösung auf einen 50 Megapixel LOFIC-Sensor mit 1/1.28 Zoll, bringt aber durch ein massives Micro-Gimbal extreme Stabilität bei Videos. Ein fauler Kompromiss. Die zweite Variante verzichtet auf das ausladende 8-Grad-OIS, behält die alte Sensorgröße und setzt voll auf die enorme Dynamik der LOFIC-Technologie. Genau diese Technik steckt wohl im Herbst schon im Vivo X500 Pro. Die Weibo-Community plädiert bereits für die zweite Option ohne Gimbal-Käfig. Logisch.

Dreibettzimmer beim Zoom: Riesen-Sensor im Anmarsch

Beim 85mm Tele-Objektiv wird es vollends absurd. Das alte 1/1.4 Zoll große 200 Megapixel Samsung ISOCELL HP0 fliegt definitiv raus. Drei verschiedene Optionen durchlaufen derzeit die Testlabore. Die erste Idee ist eine schlichte, sanfte Evolution ohne echte Überraschungen. Variante zwei lässt den Sensor auf 1/1.3 Zoll mit 200 Megapixel anwachsen.

Ein Brocken. Die radikalste Option knallt einen zweiten 200 Megapixel Sensor im 1/1.12 Zoll Format in das Gehäuse. Völlig irre. Oppo hat beim Find X9 Ultra bereits ein 1/1.28 Zoll Telefoto vorgelegt und zwingt die Konkurrenz zum Handeln. Ob Vivo den Mut für dieses Monster besitzt, müssen die nächsten Monate zeigen.

Wenn die Physik das Budget auffrisst

Die Smartphone-Branche rennt sehenden Auges in eine Sackgasse. Zulieferer verlangen horrende Summen für High-End-Bauteile, während die Margen der Hersteller im Premium-Bereich implodieren. Dass ein Riese wie Xiaomi die Entwicklung des Konkurrenzmodells final stoppt, zeigt den Ernst der Lage. Ein echter Käuferstreik bei weiter steigenden Preisen ist real.

Vivo und Oppo gehen mit dem X500 Ultra und dem parallel entwickelten Find X10 Ultra voll ins Risiko. Solche Sensor-Experimente mit sündhaft teurer LOFIC-Technik und gigantischen Prismen-Objektiven sind in diesem Marktumfeld ein wirtschaftlicher Ritt auf der Rasierklinge. Wer am Ende die Foto-Krone will, muss blechen.

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