Android 16: Google testet neuen Lautstärkeregler im iOS-Stil

Mit dem großen Material-3-Update hat Google die Oberfläche von Android deutlich verändert. Neben offensichtlichen Neuerungen am Sperrbildschirm, der Statusleiste oder den Schnelleinstellungen gab es auch Detailanpassungen, etwa beim Lautstärkeregler. Dort ersetzte ein Stream-Symbol den Punkt am oberen Ende, die Form wurde kantiger, Musik zeigt eine animierte Wellenform an und beim Erreichen der Maximal- oder Minimal-Lautstärke erscheint ein kleiner Rückfeder-Effekt. Doch damit nicht genug – im aktuellen Testzweig von Android arbeitet Google offenbar an einer ganz neuen Variante.
Im Release von Android 16 QPR1 liegt der Regler standardmäßig als vertikale Leiste am rechten Bildschirmrand. In der Hochkant-Nutzung ist diese Lösung praktisch, da sie gut erreichbar bleibt. Im Querformat wirkt sie jedoch störend, weil sie Bildbereiche von Spielen oder Videos verdeckt.
Apple setzt bei iOS auf ein anderes Konzept: Dort passt sich der Regler der Ausrichtung an. Im Hochformat erscheint er wie gewohnt vertikal, wechselt aber beim Drehen des Geräts in eine horizontale Anzeige am oberen Bildschirmrand. Diese Position ist bei den hochformatigen Displays von iPhones leicht zu erreichen. Da viele Android-Smartphones ähnliche Abmessungen besitzen, liegt es nahe, dass Google den Ansatz übernehmen möchte.
In der Beta von Android 16 QPR2 tauchte nun ein Hinweis auf ein horizontales Layout mit dem internen Namen „volume_dialog_horizontal“ auf. Aktivieren lässt es sich derzeit noch nicht, da die Voreinstellung auf die vertikale Ansicht fixiert ist. Der Aufbau entspricht weitgehend der bisherigen Version: ein Symbol für den aktuellen Audiomodus, der Schieberegler selbst sowie ein Menübutton mit drei Punkten. Werden mehrere Tonspuren gleichzeitig genutzt, etwa über Auracast, erscheint darüber ein zusätzlicher Bereich mit weiteren Reglern.
Wann diese neue Anordnung tatsächlich verfügbar wird, ist unklar. Denkbar ist, dass Google sie zunächst nur auf Smartphones testet, während Tablets und andere Geräte beim bisherigen System bleiben. Klar ist jedoch: Die Entwickler wollen die Bedienung im Querformat verbessern und die Benutzeroberfläche näher an den iOS-Standard bringen.

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