Android Auto 18.1 ist da: Warum Google heimlich für Samsung und das neue Design umbaut

Google schickt ab sofort die finale Version von Android Auto 18.1 auf die Reise und verteilt die Aktualisierung schrittweise über den Google Play Store an die ersten Nutzer.
Wer jetzt allerdings ins Auto hüpft und auf frische Knöpfe oder eine komplett umgebaute Oberfläche hofft, wird erst mal ziemlich ernüchtert auf das Infotainment-Display blicken. Auf den ersten Blick bleibt im Cockpit nämlich alles exakt beim Alten.
Keine sichtbaren Neuerungen, aber jede Menge Vorbereitung im Code
Google bringt mit Android Auto 18.1 keine sichtbaren Veränderungen auf das Armaturenbrett. Stattdessen bereitet das Update das nächste große Redesign mit dem Codenamen „Cielo“ vor und verankert neue Animationen sowie Schnittstellen für verbesserte Widescreen-Darstellungen direkt im Systemcode.
Google legt aktuell ein ordentliches Tempo vor: Mitte Oktober erschien Version 18.0, Ende Oktober folgte die Beta von 18.1 und jetzt steht bereits die finale Ausgabe parat. Rechnet man diesen Rhythmus mal eben durch, schiebt Google alle 14 bis 18 Tage ein frisches Paket auf die Smartphones. Bei einem typischen Download von rund 36 MB zieht man sich also im Schnitt alle zweieinhalb Wochen eine Aktualisierung ins System, die im Cockpit zunächst null sichtbare Änderungen bewirkt. Die Versionsnummern klettern fast im Wochentakt – doch auf das im Mai erstmals gezeigte Cielo-Redesign warten Autofahrer nun schon über ein halbes Jahr. Das sind mittlerweile rund 180 Tage Funkstille an der Bedienfront.
Ein genauer Blick in die Programmzeilen zeigt jedoch, dass die Entwickler keineswegs untätig waren. Im Code tauchen frische Befehle für Karten-Skalierungen sowie Einblend- und Ausblend-Effekte auf, mit denen das Dashboard künftig flüssig von der Seite ins Bild gleitet.
Eigener Hellmodus und spezielle Anpassungen für Samsung
Google verankert in Android Auto 18.1 handfeste Vorbereitungen für den lang ersehnten Hellmodus. In den Programmzeilen stecken frische Grafik-Dateien speziell für Samsung-Smartphones sowie neue Steuerungs-Elemente für die Schnelleinstellungen, mit denen sich die Oberfläche künftig tagsüber automatisch auf ein helles Farbschema umschalten lässt.
Bislang zwingt Android Auto die meisten Fahrer bekanntlich in ein dauerhaft dunkles Gewand. Das mag nachts angenehm sein, doch bei strahlendem Sonnenschein und spiegelnden Scheiben wünscht man sich schlicht eine helle, kontraststarke Ansicht. Genau hierfür sind im Code nun Dateien wie ic_samsung_light_mode.xml aufgetaucht. Offenbar bastelt Google an Kacheln für die Schnelleinstellungen, die je nach verbundenem Smartphone-Hersteller leicht variieren. Wer ein Samsung Galaxy nutzt, bekommt demnach passend gestaltete Symbole serviert.
Dass Google die Plattform schrittweise modernisiert, zeichnete sich bereits ab. Zuletzt sorgten Berichte für Aufsehen, wonach Entwickler an einem radikalen Umbau der Klimasteuerung feilen. Zusammen mit den neuen Cielo-Widgets fügt sich das langsam zu einem runden Gesamtbild zusammen.
Was Autofahrer jetzt tun müssen
Das Update auf Android Auto 18.1 lohnt sich vor allem wegen der üblichen Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen. Für Endanwender besteht jedoch keine Eile zur manuellen APK-Installation, da Google neue Design-Elemente wie Cielo und den Hellmodus serverseitig erst zu einem späteren Zeitpunkt freischaltet.
Wer die Aktualisierung noch nicht über den Google Play Store angeboten bekommt, muss sich also nicht verrückt machen. Ein manueller Sideload bringt euch die neuen Funktionen heute schlicht noch nicht auf den Bildschirm. Wichtig ist vor allem, dass euer Smartphone die Software-Voraussetzungen weiterhin erfüllt. Erst kürzlich hat Google die Zügel angezogen, indem der Konzern ältere Versionen wie Android 10 aussperrt und den Support beendet.
Dass einfache Smartphone-Spiegelungen ohnehin vor gewaltigen Aufgaben stehen, wenn moderne Fahrzeug-Systeme immer tiefer mit der Hardware verschmelzen, zeigt sich besonders bei neuen Antrieben. Warum Android Auto im modernen Elektroauto einen spürbar schwereren Stand hat als voll integrierte Betriebssysteme, hatte ich ja schon einmal erklärt.
Ganz ehrlich: Mich persönlich freut vor allem, dass der Hellmodus endlich greifbar wird. Wie sieht es bei euch im Auto aus: Wartet ihr auch schon sehnlichst auf eine helle Kartenansicht bei Tag, oder bleibt ihr ohnehin dauerhaft beim Dark Mode?
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