China investiert 2,2 Milliarden Dollar in heimischen Chiphersteller SMIC

Jetzt, da US-Präsident Donald Trump die Kontrolle über die Lieferung von Chipsätzen an Huawei hat, muss Huawei alternative Pläne entwickeln, wenn es weiterhin High-End-Telefone produzieren will.

Der Hersteller ahnte offensichtlich, dass etwas geschehen würde, denn bereits im letzten Monat wurde berichtet, dass Huawei begonnen hat, die Chipproduktion für seine Mittelklasse-Telefone zu SMIC zu verlagern. Letztere ist der größte Chiphersteller in China.

Dort werden Chips mit Geräten herstellt, die vollständig durch chinesisches geistiges Eigentum geschützt sind, die USA sollten nicht in der Lage sein, Lieferungen von SMIC an Huawei zu verhindern. Jedoch werden die modernsten Chips von SMIC derzeit nur im 14-nm-Prozess hergestellt.

Und das ist das Problem. Bei SMIC sind derzeit nur 14-nm möglich, verglichen mit den 5-nm-Chips, die TSMC möglicherweise noch in diesem Jahr an Huawei für die Mate 40-Serie hätte liefern können.

Am Freitag haben die USA eine Änderung an einer Exportbestimmung vorgenommen, die es Huawei nun untersagt, Chips von Herstellern, die US-Chipherstellungsausrüstung verwenden, zu beziehen. Während die Regeländerung bereits am Freitag in Kraft trat, erteilen die USA Huawei die Erlaubnis, Chips, die aus bereits in Produktion befindlichen Wafern hergestellt wurden, zu erhalten. Dies gilt seit Freitag für 120 Tage an.

Damit Huawei sich nicht auf das sprunghafte Temperament von Donald Trump verlassen kann, muss SMIC ziemlich schnell zu TSMC aufschließen. Bloomberg berichtete heute, dass China 2,25 Milliarden US-Dollar staatlich geförderte Mittel in eine Wafer-Fabrik investiert hat, die SMIC bei der Herstellung der von Huawei benötigten hochmodernen Chips unterstützen wird.

In der Fabrik wird die Kapazität der Waferproduktion von 6.000 14-nm-Wafern pro Monat auf 35.000 steigen. Die Roadmap von SMIC sieht die baldige Produktion von 10nm- und 7nm-Chips vor.

Die USA betrachten Huawei wegen seiner vermeintlichen Verbindungen zur kommunistischen chinesischen Regierung als eine Bedrohung der nationalen Sicherheit. Das Unternehmen ist nicht nur der zweitgrößte Smartphone-Hersteller der Welt, sondern auch der weltweit größte Lieferant von Netzwerkausrüstung; die USA haben ihre Verbündeten davor gewarnt, die Ausrüstung von Huawei zum Aufbau ihrer 5G-Netzwerke zu verwenden.

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Jörn Schmidt
Android-Fan seit 2010, Outdoor- & Skandinavien-Fan, Kino-Freak und derzeitiger User eines Honor View 20 mit Android 10

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