Huawei Mobile Services (HMS) haben jetzt über 1 Million Entwickler

Am 24. Februar wird das erste Smartphone vorgestellt werden, welches nur noch mit den Huawei Mobile Services (HMS) ausgestattet sein wird. Und es scheint auch ordentlich mit der Entwicklung voranzugehen.

Das Honor View30 wird eines der wenigen Android-Smartphones ohne die Google Mobile Services (GMS) sein, das auf den europäischen Markt kommt. GMS ist ein unverzichtbarer „Fluch“ für globale Android-Smartphones (mit Ausnahme des chinesischen Marktes).

Es ist auch der Schlüssel zur Kontrolle von Google über den Android-Markt, während das Android-System frei und quelloffen bleibt. Bevor die US-Regierung begann, dass Verbot gegen Huawei auszusprechen, dachte niemand an eine Alternative zu GMS.

Seit Mai 2019 kann Huawei GMS nicht mehr nutzen. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Überseemärkte von Huawei, insbesondere auf den europäischen Markt. Und eine Alternative musste her.

Die Huawei Mobile Services (HMS) sind Huawei’s Antwort auf das Verbot der GMS. Im Hinblick auf Huawei’s Ziele wird das Unternehmen, selbst wenn das Verbot aufgehoben wird, die Entwicklung von HMS weiter vorantreiben. Die Huawei Mobile Services wurde erstmals auf der HDC-Konferenz im vergangenen Jahr angekündigt.

Damals gab es 14 Dienste, darunter 9 Basisdienste und 5 weitere. Derzeit gibt es jedoch schon 24 Dienste. Dies zeigt, dass sich HMS sehr schnell entwickelt. Darüber hinaus nimmt auch die Zahl der Entwickler von HMS-Ökosystemen rasch zu. Innerhalb von vier Monaten traten etwa 400.000 Entwickler dem Ökosystem bei. Es hat jetzt etwa 1,3 Millionen Entwickler.

Die AppGallery hat mehr als 400 Millionen aktive Benutzer pro Monat sowie 55.000 Apps. Trotz der Schwierigkeiten wirbt Huawei weiterhin für HMS in Europa, Russland, dem Nahen Osten und anderen Regionen. Zuvor investierte das Unternehmen 10 Millionen Dollar in Russland, um lokale Entwickler anzuziehen. Vor einer Woche hat auch das türkische Telekommunikationsunternehmen Turkcell mit Huawei eine Vereinbarung über den Verkauf von 1 Million HMS-Smartphones getroffen.

Auf der niederländischen Entwicklerkonferenz Anfang dieses Monats rief Huawei weiterhin europäische Entwickler auf, sich dem HMS-Ökosystem anzuschließen. Der ultimative Plan ist es, das GMS-Ökosystem in Europa zu dezimieren. Ohne das US-Verbot würde dies nicht geschehen.

Jedoch ist HMS noch weit von den GMS entfernt. Noch weiß man nicht, wie dieser neue Wettkampf ausgehen wird.

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Jörn Schmidt
Android-Fan seit 2010, Outdoor- & Skandinavien-Fan, Kino-Freak und derzeitiger User eines Honor View 20 mit Android 10

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