Oppo Find X10 Ultra: Echter 10x-Zoom fordert die Konkurrenz

Rückseite des Oppo Find X9 Ultra mit dem großen Kamera-Modul in der knalligen Farbe Canyon Orange
Quelle: Oppo
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Der Smartphone-Markt dreht sich bei den Kamera-Flaggschiffen weiter kräftig. Ein neuer Leak des bekannten Weibos-Insiders Digital Chat Station enthüllt erste Details zum Oppo Find X10 Ultra. Nach dem X9 Ultra scheint der Hersteller bei der Zoom-Hardware noch eine Schippe draufzulegen: Ein echter 10x optischer Periskop-Zoom befindet sich aktuell in der Erprobungsphase.

Statt auf digitales Beschneiden hochauflösender Hauptsensoren zu setzen, geht Oppo damit wieder den Weg über echte Optik. Das bedeutet in der Praxis vor allem eine deutlich bessere Detailzeichnung bei langen Brennweiten und weniger Artefakte, die bei reinen Software-Lösungen unvermeidbar sind.

Zwei Sensoren im Test: Samsung fordert OmniVision

Spannend ist der Blick auf die Zulieferer. Oppo testet die 10x-Einheit derzeit mit zwei unterschiedlichen Sensoren. Zur Auswahl stehen der Samsung ISOCELL GNB und der OmniVision OV51A. Beide kommen auf 50 Megapixel, nutzen ein Format von 1/1,95 Zoll und bieten eine integrierte Tele-Makro-Funktion.

Dass OmniVision in diesem Segment direkt gegen Samsung antritt, zeigt, wie stark der chinesische Hersteller aufgeholt hat. Welches Modell am Ende in der Serie landet, wird sich bei den Dynamik- und Rauschtests entscheiden. Da bin ich echt gespannt, wer am Ende die Nase vorn hat.

Zwei 200-MP-Objektive für die mittleren Zoomstufen

Ein reiner 10x-Zoom hinterlässt bauartbedingt ein Loch im Bereich zwischen 3-facher und 5-facher Vergrößerung. Um diesen Bereich ohne Qualitätsverlust abzudecken, plant Oppo laut dem Leak eine 200-Megapixel-Hauptkamera sowie ein zweites 200-Megapixel-Periskop mit einem großen Sensor (1/1,3 Zoll oder 1/1,12 Zoll).

Das Zusammenspiel dieser zwei Tele-Module verlangt dem Bildsignalprozessor einiges ab. Die Software muss die Übergänge zwischen den optischen Stufen ohne Farbsprünge oder Verzögerungen hinbekommen. Mal sehen, ob das zum Marktstart direkt rund läuft.

Riesiger Akku macht das Gehäuse zum Brocken

Neben der Kamera-Hardware sickern auch erste Eckdaten zum Rest des Geräts durch. Das Oppo Find X10 Ultra soll mit einem 6,89-Zoll-LTPO-Display von BOE (2K-Auflösung) und dem Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro kommen. Das eigentliche Ausrufezeichen setzt aber die Energieversorgung: Ein Akku mit 8.500 mAh ist im Gespräch.

Daraus ergibt sich zwangsläufig ein Kompromiss bei den Abmessungen. Zwei große Periskop-Module plus ein Akku dieser Dimension hinterlassen Spuren bei der Gehäusedicke und dem Gewicht. Ein Leichtgewicht wird dieses Smartphone garantiert nicht.

Preislich peilt das Topmodell wohl die absolute Oberklasse an. Gerüchte sprechen von rund 10.000 CNY für den chinesischen Markt, was umgerechnet etwa 1.300 Euro entspricht. Damit läge der Preis auf dem Niveau aktueller Falt-Smartphones wie dem Find N6. Da bin ich auf die finalen Preise für den europäischen Markt gespannt.

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