Poco F9 Serie: Heftiger Preisschock und geschrumpfte Europa Akkus

Was sich in den letzten Wochen schon hartnäckig in der Gerüchteküche hielt, ist jetzt offiziell. Xiaomi macht Ernst und bringt die Poco F9 Serie am 1. September 2026 zu uns nach Europa. Wer aber auf den nächsten echten Flaggschiff-Killer zum Schnäppchenpreis gehofft hat, muss sich warm anziehen. Poco dreht gewaltig an der Preisschraube und serviert uns gleichzeitig Hardware, die auf dem Weg aus China spürbar Federn gelassen hat.
Als Basis dienen bekanntermaßen die Modelle Redmi K100 Pro und das fette K100 Pro Max. Dass Xiaomi diese Geräte für den globalen Markt unter dem Poco-Label umbrandet, ist ein offenes Geheimnis. Die eigentliche Frage, die wir uns hier stellen müssen: Rechtfertigen die geleakten Specs den massiven Preisaufschlag?
Tschüss Flaggschiff-Killer, hallo Premium-Preise
Schauen wir uns die unbestätigten, aber sehr plausiblen Preise an: Das Poco F9 Pro soll bei satten 799 Euro (12 GB RAM, 256 GB Speicher) starten. Wer das volle Paket mit dem Poco F9 Ultra will, legt sogar 999 Euro für 16 GB RAM und 512 GB Speicher auf den Tisch. Machen wir uns nichts vor: Die Zeiten, in denen Poco für kompromisslose Preis-Leistungs-Brecher stand, sind damit endgültig vorbei. Die Marke drängt aggressiv ins Premium-Segment.
Dafür bekommt ihr immerhin reichlich Rechenpower. Im F9 Ultra werkelt voraussichtlich die V-Series-Variante des Snapdragon 8 Elite Gen 5. Das Ding hat im chinesischen Pendant ordentlich abgeliefert und hängt die Standardversion locker ab. Auch bei den Displays kleckert man nicht: 6,59 Zoll QHD+ OLED mit krassen 185 Hz beim Pro-Modell und ein 6,85 Zoll Panel beim Ultra.
Europa-Downgrades bei Akku und Kamera
Jetzt kommt der Teil, der mich wirklich ärgert. Wie so oft, wenn Xiaomi Hardware nach Europa bringt, wird der Rotstift angesetzt. In China protzt das K100 Pro Max mit gewaltigen 9070 mAh. Und was kommt hier im F9 Ultra an? Genau, „nur“ 8050 mAh. Beim Pro-Modell schrumpft der Akku von 7100 mAh auf 6330 mAh. Ja, auch das sind immer noch absolute Monster-Akkus, die mit 100 Watt rasant vollpumpen. Aber dieses ständige Abspecken für europäische Kunden nervt tierisch.
Auch bei den Kameras wird der Rotstift angesetzt. Der 200-Megapixel-Sensor aus China bleibt anscheinend drüben. Stattdessen gibt es beim F9 Pro eine 50 MP Hauptkamera mit OIS und eine 50 MP Telekamera (3x optisch). Das Ultra bekommt immerhin eine 5-fache Vergrößerung spendiert. Garniert wird das Ganze mit IP69, Metallrahmen und den bewährten Bose-Lautsprechern. Ob das ausreicht, um knapp 1.000 Euro zu verlangen, wage ich stark zu bezweifeln.
Vorbesteller-Boni als Trostpflaster
Um den Preisschock etwas abzufedern, wirft Poco direkt zum Launch am 1. September mit Gutscheinen um sich. Auf der Mi-Website winken bis zu 200 Euro Rabatt und ein kostenloser Displaytausch in den ersten sechs Monaten. Das ist nett, ändert aber nichts an der Kernproblematik der Preispolitik.
Mein Rat an euch: Füße stillhalten. Xiaomi-Smartphones unterliegen in den ersten Wochen nach Release einem extremen Preisverfall. Lasst die Launch-Phase vorüberziehen, wartet auf Angebote bei Dritthändlern und greift erst dann zu, wenn der Preis des Poco F9 Ultra in realistische Regionen abgerutscht ist.
Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Noch dazu der alte Prozessor! Unverschämtheit