Samsung Galaxy Tab S12 Ultra: MediaTek statt Innovation

Renderbilder aus allen Blickwinkeln zum kommenden Samsung Galaxy Tab S12 Ultra
!uelle: X/Twitter @OnLeaks
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Wer gehofft hatte, dass Samsung bei seinen Giganten-Tablets endlich den Rotstift am altbackenen Design ansetzt, muss jetzt stark sein. Neueste Leaks dämpfen die Hoffnungen auf ein schlankeres Gehäuse gewaltig. Es bleibt wohl bei der bekannten Notch-Optik des Vorgängers.

Dafür bringt ein frischer GeekbenchEintrag unter der Modellnummer SM-X946B Bewegung in die Hardware-Debatte. Und der zeigt vor allem eins: Samsung verabschiedet sich bei den Rechenkernen von gewohnten Pfaden.

Versteckter Spartrick: MediaTek übernimmt das Ruder

In der Benchmark-Datenbank offenbart der Prozessor eine Architektur aus einem Prime-Core mit 4,21 GHz, drei Performance- und vier Effizienz-Kernen. Das passt exakt zum MediaTek Dimensity 9500 – Qualcomm ist in dieser Generation also raus. Eine rein wirtschaftliche Entscheidung, um die spürbar gestiegenen Lizenzkosten der Snapdragon-Konkurrenz zu umgehen.

Mit 2.424 Punkten im Single-Core und 8.446 Punkten im Multi-Core liefert die Plattform zwar spürbare Zuwächse gegenüber dem Tab S11 Ultra. Im Alltag mit den getesteten 12 GB RAM wird davon allerdings kaum etwas hängenbleiben. Wen überrascht es? Android-Tablets dieser Güteklasse scheitern schon lange nicht mehr an fehlender Rechenleistung.

45 Watt Ladeleistung: Ein Geduldsspiel im Alltag

Apropos Alltagstauglichkeit: Blickt man auf die restlichen Spezifikationen, verkauft Samsung alten Wein in leicht polierten Schläuchen. Das riesige 14,6-Zoll Dynamic AMOLED 2X Display bleibt ebenso unangetastet wie die Kamera-Kombination aus 13 MP Haupt-, 8 MP Ultraweitwinkel- und 12 MP Frontsensor.

Besonders nervig bleibt das Festhalten am 11.600 mAh Akku mit mickrigen 45 Watt Ladeleistung. Das bedeutet in der Praxis weiterhin gut 90 bis 100 Minuten Zwangspause an der Steckdose. Da bin ich echt gespannt, ob die effizientere Fertigung des Dimensity 9500 wenigstens die Laufzeit spürbar nach oben schraubt.

Sieben Jahre Updates als kleiner Trostpreis

Immerhin beim Support zeigt sich der Hersteller gewohnt spendabel. Das Tablet soll direkt mit One UI 9 auf Basis von Android 17 erscheinen und bekommt wieder volle 7 Jahre OS-Updates und Sicherheits-Patches. Das ist stark und sichert den Wiederverkaufswert.

Unter dem Strich bleibt das Galaxy Tab S12 Ultra aber ein reines Hardware-Facelift. Mal sehen, ob Samsung diesen Stillstand beim Preis belohnt – oder ob wir am Ende wieder den gewohnten Ultra-Aufpreis für kalten Kaffee zahlen müssen.

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