OpenAI Astra: KI knackt jahrzehntealte Mathe-Rätsel

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Quelle: OpenAI
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OpenAI hat mal wieder die Hüllen fallen gelassen – allerdings ganz ohne fette Keynote oder Scheinwerferlicht. Die neue KI-Modellfamilie hört auf den Namen OpenAI Astra und tauchte klammheimlich im dritten Absatz eines eher trockenen Forschungsbeitrags auf. Doch was da schwarz auf weiß steht, hat es gewaltig in sich.

Eine interne Version von OpenAI Astra hat eigenständig Lösungen für zehn mathematische und computergestützte Probleme ausgespuckt. Und wir reden hier nicht von Schulmathematik: Diese Nüsse galten seit mindestens zehn Jahren, teilweise sogar seit knapp drei Jahrzehnten, als absolut unknackbar.

Die Palette reicht von hochdimensionaler Geometrie über Quantenkomplexität bis zur Graphentheorie. Absolutes Highlight der Forscher: Der Beweis für die Existenz sogenannter non-sofic Groups – eine harte Frage aus der Gruppentheorie, an der sich Mathematiker seit Mikhail Gromovs Vorstoß im Jahr 1999 die Zähne ausgebissen haben.

2.000 Dollar Compute: Der Ökonomie-Schock für die Forschung

Damit die Tech-Welt das Ganze nicht einfach als geschicktes Marketing abtut, liefert OpenAI die passenden Quellcodes direkt mit. Die gesamte Logik wurde im Theorem-Beweiser Lean formalisiert und öffentlich auf GitHub gestellt. Damit sind die Beweise maschinell überprüfbar – ein starker Konter gegen das ewige Problem der KI-Halluzinationen.

Was mich persönlich aber komplett vom Stuhl haut, ist der Preiszettel hinter dieser Rechenleistung. Die gesamten Token-Kosten für alle zehn Mammut-Aufgaben lagen – umgerechnet auf die API-Preise von GPT-5.6 Sol – bei gerade einmal rund 2.000 US-Dollar. Wenn man bedenkt, wie viele Millionen an Forschungsgeldern über Jahrzehnte in diese Fragen geflossen sind, ist das ein echter Witz.

Möglich macht das ein grundlegender Paradigmenwechsel. Vergesst das klassische „Frage rein, Antwort raus“ von ChatGPT. OpenAI Astra setzt auf ein Netz aus mehreren autonomen Agenten, die sich zusammenschließen und über Stunden oder Tage hinweg gemeinsam an einem Problem festbeißen. Mal sehen, ob dieser Ansatz jetzt die F&E-Budgets der Industrie auf den Kopf stellt.

Politik-Demos in Washington und das Rätsel um GPT-6

Apropos Machtdemonstration: OpenAI-Chef Sam Altman hat sich vor Kurzem in Washington D.C. blicken lassen. Hinter verschlossenen Türen hat er US-Politikern und Regulierern die Muskeln von OpenAI Astra demonstriert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – man will der Politik eben frühzeitig zeigen, wer beim Thema autonome KI-Systeme das Heft in der Hand hat.

Ob OpenAI Astra nun als technischer Unterbau in GPT-5 wandert oder direkt als Fundament für GPT-6 dient, lässt das Unternehmen aktuell noch im Dunkeln. Auch zu Preisen für Endkunden oder einem Veröffentlichungsdatum schweigt man sich aus. Da bin ich echt gespannt, wie tief wir am Ende für diesen Agenten-Ansatz in die Tasche greifen müssen!

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