Samsung Galaxy Z Fold 8: Rekordpreis stoppt Ansturm nicht

Pressebild des Samsung Galaxy Z Fold8, Galaxy Z Fold8 Ultra und Galaxy Z Flip8
Quelle: Samsung
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Samsung meldet vor dem offiziellen Verkaufsstart am 7. August ein weltweites Phänomen: Die Vorbestellungen für die neue Modellreihe um das Galaxy Z Fold 8, das Galaxy Z Flip 8 und das Galaxy Z Fold 8 Ultra liegen in Europa um 20 Prozent über dem Vorjahr. Ausgerechnet das 2.000 Euro teure Standard-Fold sichert sich 40 Prozent aller Order-Eingänge und wird zum klaren Kundenfavoriten.

Das geschieht wohlgemerkt trotz spürbarer Preiserhöhungen von 100 Euro beim Galaxy Z Flip 8 (1.299 Euro) und beim Galaxy Z Fold 8 Ultra (2.199 Euro).

Die Speicherpreis-Lüge: Samsungs Doppelspiel durchleuchtet

Als Grund für den Aufpreis verweist die PR-Abteilung auf drastisch gestiegene Beschaffungskosten für LPDDR5X-Arbeitsspeicher und NAND-Flash. Was Europa-Chef Menno Van Den Berg jedoch verschweigt: Während die Mobilsparte Samsung MX unter teureren Bausteinen stöhnt, verdient der Mutterkonzern über seine Sparte Samsung Semiconductor an exakt diesen Marktpreisen Rekordsummen.

Aus meiner jahrelangen Erfahrung in der Halbleiter-Berichterstattung ist das eine klassische Quersubventionierung. Der Endverbraucher zahlt den Aufpreis an der Kasse, während der Konzern den Gewinn im B2B-Speichergeschäft verbucht.

Psychologische 2.000-Euro-Hürde: Das Ultra verfehlt die Masse

Dass das Standard-Fold 40 Prozent der Vorbestellungen stellt, verrät zudem viel über die Preiselastizität der Käufer. Bei genau 2.000 Euro liegt die Schmerzgrenze für den Massenmarkt im Luxussegment. Das 2.199 Euro teure Galaxy Z Fold 8 Ultra wird dadurch von den Kunden weitgehend ignoriert und zum reinen Nischenprodukt degradiert.

Für den gesamten Smartphone-Markt ist dieser Vorbestell-Boom ein verheerendes Signal. Wenn europäische Käufer trotz allgemeiner Kaufzurückhaltung Klapp-Handys zu Mondpreisen abgreifen, nimmt das Herstellern wie Apple oder Google jeden Druck zu günstigeren Preisen.

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