Škoda Epiq: 122-Euro-Leasing mit 211 PS und langer Geduld

Frontansicht eines grünen Skoda Epiq
Quelle: Škoda Auto Deutschland GmbH
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Beim Blick auf die aktuellen Konditionen für den Škoda Epiq 55 Essence stockte ich kurz. 122 Euro monatlich bei 10.000 Jahreskilometern und 36 Monaten Laufzeit klingt nach einem der besseren Deals im Einstiegssegment. Dazu kommen 995 Euro Bereitstellung. Über die gesamte Zeit summiert sich das auf 5.387 Euro – effektiv knapp 150 Euro pro Monat und einem Gesamtfaktor von 0,47.

Der Listenpreis steht bei 32.100 Euro. Eingerechnet sind bereits 5.000 Euro Förderung. Wer die volle Stufe von 6.000 Euro realisieren kann, sollte beim Anbieter nachverhandeln. Der Haken sitzt woanders: Die Lieferzeit liegt bei rund sieben Monaten.

Gleiche Technik, spürbar günstigerer Einstieg

Technisch steckt im Epiq dasselbe Paket wie im VW ID. Cross. Identische Plattform, gleicher 155-kW-Motor mit 211 PS, vergleichbare Außenmaße um 4,10 Meter. Der Unterschied zeigt sich im Design, den Simply-Clever-Lösungen und vor allem im Preis. Beim VW liegen vergleichbare Leasingkonditionen aktuell bei 189 Euro. Skoda war früher auf dem Markt und nutzt diesen Vorsprung jetzt aus.

Die Fahrleistungen fallen für die Klasse ungewöhnlich kräftig aus. Viele günstige Elektro-Kleinwagen bleiben bei 80 bis 120 PS stecken. Der Epiq zieht beim Beschleunigen und Überholen klar vor. Der 51,7-kWh-Akku schafft nach WLTP bis 440 Kilometer, im Alltag eher 330 bis 360. An der Schnellladesäule nimmt er bis 133 kW auf – von 10 auf 80 Prozent in etwa einer halben Stunde. Über Nacht ist die Batterie an der Wallbox wieder voll. Die Essence-Basis ist erstaunlich komplett: großer Touchscreen mit kabelloser Smartphone-Anbindung, digitales Kombiinstrument, physische Tasten und Drehregler für die Klimasteuerung, LED-Licht, adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent und Parksensoren hinten gehören zum Serienumfang.

Lange Wartezeit als realer Preis

Drei Jahre Epiq für unter 17 Prozent des Listenpreises – das rechnet sich auf dem Papier. Die Förderung muss der Kunde nach der Zulassung selbst beantragen. Fällt sie niedriger aus als die eingerechneten 5.000 Euro, steigt die Rate entsprechend. Ein Kauf macht bei einem so jungen Modell wenig Sinn, der Wertverlust bleibt unklar und liegt beim Leasinggeber.

Das Angebot richtet sich an Pendler und Stadtfahrer, die ein erstes E-Auto mit ordentlicher Leistung und vollem Kilometerpaket suchen und die Wartezeit verkraften. Wer sofort etwas braucht oder keinen Förderanspruch hat, schaut besser weiter. Erste Fahrberichte heben Platzangebot, Kofferraum und die Bedienung mit echten Tasten positiv hervor. ADAC-Test und Euro-NCAP-Ergebnis stehen noch aus – das Auto ist schlicht zu frisch.

Die Varianten-Logik des Epiq hatte Skoda bereits früh klar kommuniziert: Das Topmodell 55 mit NMC-Akku und 155 kW kommt zuerst, die kleineren LFP-Versionen folgen später. Wer jetzt zuschlägt, bekommt genau diese stärkere Ausführung zum aktuellen Konditionensatz. Die technische Basis und die Positionierung im unteren Segment hatte Škoda bereits bei der Vorstellung des Epiq detailliert dargelegt. Der Preis für den starken Deal bleibt die Geduld. Wer sieben Monate aushält und die Förderung realisieren kann, holt sich denselben Antrieb wie beim Konzernzwilling spürbar günstiger.

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