Smart #2 Brabus: Krawall-Zwerg mit über 100 PS für 2026 bestätigt

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Quelle: Quelle: smart Europe GmbH
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Smart lässt die Katze früher aus dem Sack als erwartet: Kaum steht der neue Zweisitzer im Rampenlicht, schiebt der Hersteller die offizielle Bestätigung für das sportliche Topmodell hinterher. Unter der Ansage „Der smart #2 BRABUS ist schneller da, als du denkst“ kündigt die Marke die Weltpremiere der Bottrop-Variante noch für 2026 an. Nach den wuchtigen SUV-Schiffen der letzten Jahre kehrt der legendäre Krawall-Geist damit endlich dorthin zurück, wo er historisch hingehört: in die Innenstadt.

Dass Smart nach dem jüngst gestarteten Bestellstart für den Smart #2 nicht lange fackelt, ist taktisch klug. Die zivilen Basisvarianten decken das urbane Pflichtprogramm ab, doch für echte emotionale Markenbindung brauchte der elektrische Nachfolger des Fortwo dringend einen echten Charakterkopf. Ein Brabus-Smart war schon bei den Verbrennern nie ein Vernunftkauf, sondern der provokante Gegenentwurf zum automobilen Einheitsbrei.

Rote Akzente, Frontsplitter und 16-Zoll-Schlappen

Erste offizielle Teaser-Bilder liefern bereits konkrete Hinweise auf das optische Rüstzeug. An der Frontschürze sitzen markante rote Spoilerelemente, die dem stumpfen City-Bug eine aggressive Schärfe verpassen. Rote Einfassungen an den Modellschriftzügen, farbige Akzentlinien in den Scheinwerfern sowie abgesetzte A-Säulen signalisieren sofort: Hier parkt kein braver Lieferdienst-Flitzer.

Dass es sich nicht um ein reines Optik-Paket handelt, belegen aktuelle Daten aus den chinesischen MIIT-Zertifizierungsunterlagen. Der #2 Brabus rollt ab Werk auf breiteren 16-Zoll-Rädern an. Auf kompakten 2,75 Metern Außenlänge ist das ein entscheidender Hebel: Breitere Reifen an der Hinterachse sorgen für die nötige mechanische Traktion beim Ampelstart und nehmen dem kurzen Radstand bei höheren Geschwindigkeiten die gefürchtete Nervosität.

Leistungssprung: Über 100 Elektro-PS treffen 1,1 Tonnen

Offizielle Leistungsdaten hält die Smart-Zentrale derzeit noch unter Verschluss. Fest steht bislang nur: Der heckgetriebene Stromer wird definitiv über 100 PS leisten, während Branchenkreise mit rund 115 PS (ca. 85 kW) rechnen. Im direkten Vergleich zum Serienmodell mit seinen 60 kW (82 PS) entspricht das einem satten Leistungsplus von rund 40 Prozent.

KennwertSmart #2 (Serie)Smart #2 Brabus (Erwartung)
AntriebHeckantriebHeckantrieb
Leistung60 kW (82 PS)>74 kW (ca. 115 PS)
Räder/Reifen15 Zoll Serie16 Zoll Sport-Bereifung
Leergewichtca. 1.140 kgca. 1.160 kg
Akku / Chemie35,7 kWh (LFP, CATL)35,7 kWh (LFP, CATL)
Reichweite (WLTP)290 kmca. 220–240 km
EnthüllungErfolgt (Oktober 2026)Noch 2026

In Kombination mit dem niedrigen Fahrzeuggewicht von rund 1.140 Kilogramm verspricht diese Konfiguration reichlich Vortrieb. Die steife Tridion-Sicherheitszelle des Smart #2 und die moderne Fünflenker-Hinterachse der neuen Geely-ECA-Plattform bieten dafür die perfekte Basis. Wo frühere Fortwo-Generationen mit Nickbewegungen und trägen Schaltpausen kämpften, drückt der Elektro-Punch unmittelbar und ohne Verzögerung in den Sitz.

Preisschätzung: Nische ohne echte Rivalen

Die Kehrseite der sportlichen Ausrichtung betrifft wie gewohnt die Reichweite und den Geldbeutel. Der 35,7-kWh-LFP-Akku von CATL dürfte unter Volllast spürbar schneller schrumpfen als die 290 Norm-Kilometer der Standardversion; im gemischten Alltag dürften rund 220 Kilometer realistisch sein. Doch wer diesen Wagen kauft, plant ohnehin keine Langstrecken-Urlaubsreisen.

Während Flaggschiffe wie der Smart #5 als Luxus-Allradler in Preisregionen von über 50.000 Euro vordringen, bleibt der #2 Brabus greifbarer. Bei einem Basispreis des Standardmodells von 19.990 Euro und einer voll ausstaffierten Ausstattungslinie für 25.690 Euro dürfte das Brabus-Topmodell zwischen 28.000 und 29.500 Euro landen. Billig ist das für einen reinen Zweisitzer nicht – angesichts des Mangels an echten elektrischen Kleinwagen-Sportlern im europäischen Markt aber eine Nische mit absolutem Alleinstellungsmerkmal.

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