Vivo X500 Pro Max: Kamera-Monster mit Zeitlupen-Mogelei

riesiger Kamerabuckel des kommenden Vivo X500 Pro Max
Quelle: X/Twitter @OPPO_X2022
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Vivo macht beim kommenden Vivo X500 Pro Max keine Gefangenen und schraubt die Kamera-Hardware auf ein episches Ausmaß. Ein gigantischer Kamerabuckel dominiert die Rückseite, während unter der Haube native 4K-Videos mit 240 fps stecken. Doch beim näheren Hinsehen zeigt sich: Nicht jede imposante Zahl hält, was sie auf den ersten Blick verspricht.

Native 240 fps gegen künstliche 960-fps-Zwischenbilder

Der Sprung bei der Hauptkamera ist gewaltig: Statt der bisherigen 120 fps verdoppelt Vivo die native Bildrate auf 4K240. Produktmanager Han Boxiao zeigte auf Weibo bereits ein Testvideo im Gegenlicht – das sieht für dynamische Szenen verdammt stark aus. Der Sony-Lytia-L910-Sensor (1/1.28 Zoll) mit LOFIC-Technologie scheint schwierige Lichtverhältnisse sauber wegzustecken.

Bauchschmerzen machen mir allerdings die angepriesenen 4K480 und 4K960. Diese 16-fache und 32-fache Zeitlupe generiert Vivo nicht optisch, sondern über eine hauseigene KI-Zwischenbildberechnung (Frame Interpolation). Bei extrem schnellen Bewegungen wie spritzendem Wasser oder platzenden Seifenblasen neigen solche Algorithmen schnell zu unschönen Artefakten. Da wird aus High-End-Video künstlicher Matsch.

Riesiges Gehäuse mit ISO-Drehring und 200-MP-Tele

Ein Leak auf X (via @OPPO_X2022) und ein Hands-on-Video auf TikTok zeigen das X500 Pro Max direkt neben dem eh schon wuchtigen Vivo X300 Ultra. Das neue Modell lässt den Vorgänger förmlich schrumpfen. Die kreisrunde Kamerainsel zieht sich fast über die gesamte Breite des Smartphones. Der verrückteste Clou: Ein herausragender, drehbarer Kameraring mit ISO-Markierungen. Ein physischer Drehregler für manuelle Einstellungen klingt für Foto-Enthusiasten genial – ob der Ring in der engen Jeanshose nervt, wird erst die Praxis zeigen.

Hardware-seitig zieht Vivo dafür alle Register:

  • Hauptkamera: 50 MP (1/1.28-Zoll Sony LOFIC-Sensor) mit 3-Grad-Gimbal-Stabilisierung.
  • Ultraweitwinkel: 50 MP (Sony IMX8-Serie).
  • Telekamera: 200 MP Zeiss APO Super-Tele (Samsung HP0, 1/1.4-Zoll) mit 4x In-Sensor-Zoom, 3-Grad-OIS (CIPA 7.0) und optionalem 400mm-Tele-Extender.

Das kompaktere Vivo X500 Pro gestattet sich hingegen Abstriche: Es verzichtet auf die 3-Grad-Gimbal-Stabilisierung und setzt stattdessen auf eine 64-MP-Telekamera.

Dimensity 9600 und 144-Hz-Display ab September

Auch abseits der Kameras liefert das Pro Max ab. An der Front sitzt ein 6,85-Zoll LTPO-Display mit 144 Hz (BOE Q11-Panel). Unter der Haube werkelt MediaTeks kommender High-End-Chip aus der Dimensity 9600-Serie.

In China startet die Reihe bereits im September mit den Modellen X500, X500 Pro und X500 Pro Max, während ein X500 Ultra erst später folgt. Für den globalen Markt werden das Standardmodell und das Pro Max erwartet. Die Hardware zeigt Muskeln, doch ob der physische Drehring und die hochgerechneten KI-Zeitlupen im Alltag überzeugen, muss Vivo erst noch beweisen.

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