Vorsicht vor VPN-Apps: Hinter vermeintlichen Datenschutz-Tools verbergen sich chinesische Eigentümer

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Wer eine VPN-App installiert, vertraut ihr sensible Daten an – doch viele beliebte Anwendungen in App-Stores gehören heimlich chinesischen Unternehmen. Eine Untersuchung des Tech Transparency Project (TTP) enthüllt: 20 der 100 populärsten VPN-Dienste in US-App-Stores unterstehen chinesischer Kontrolle. Mehrere dieser Apps stehen in Verbindung mit Qihoo 360, einem Unternehmen, das US-Behörden als Sicherheitsrisiko einstufen.

Die wahren Besitzverhältnisse verschleiern oft komplexe Firmengeflechte mit Briefkastenadressen im Ausland. Für Nutzer bleibt meist undurchschaubar, wer ihre Daten tatsächlich kontrolliert. Besorgniserregend: Chinesische Sicherheitsgesetze verpflichten Unternehmen, Nutzerdaten auf Regierungsanfrage herauszugeben.

Trotz der Enthüllungen bleiben zahlreiche verdächtige VPN-Apps in beiden App-Stores erhältlich. Allein diese 20 Anwendungen verzeichneten über 70 Millionen Downloads. Zu den betroffenen Diensten zählen unter anderem:

  • Turbo VPN Private Browser
  • VPN Proxy Master
  • X-VPN – Super VPN & Best Proxy
  • Speedy Quark VPN
  • HulaVPN (nicht zu verwechseln mit HolaVPN)

Sowohl Google als auch Apple profitieren finanziell von diesen Apps – durch Werbeeinnahmen und Provisionen für Premium-Abos. Obwohl drei Apps nach TTPs Untersuchung entfernt wurden, bleiben zahlreiche kritische Dienste verfügbar.

Vor der Installation einer VPN-Lösung sollten Verbraucher daher genau überlegen und folgendes im Auge behalten:

  • Eigentumsverhältnisse der Anbieter recherchieren
  • Auf transparente Datenschutzrichtlinien achten
  • Berechtigungen kritisch prüfen
  • Seriöse, unabhängig geprüfte Alternativen bevorzugen

Die Untersuchung zeigt: Selbst vermeintliche Datenschutztools können unbeobachtete Datenkanäle bilden. Nutzer sollten VPN-Anbieter mit derselben Skepsis auswählen wie andere datenverarbeitende Dienste.

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