iPhone Ultra: Warum der Apple Pencil am Falt-Display scheitert

Vorder- und Rückseite des möglichen Apple iPhone Fold
Quelle: Weibo Ice Universe
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Steve Jobs rotierte vermutlich schon im Grab: Ausgerechnet für das erste faltbare Smartphone aus Cupertino hat Apple hinter den Kulissen an einem eigenen Apple Pencil geschraubt. Wie Insider Mark Gurman via Bloomberg ausplaudert, existieren fertige Prototypen. Doch wir können direkt Entwarnung geben: Vergesst das Teil ganz schnell wieder, denn zum voraussichtlichen Verkaufsstart im September bleibt der Stift in der Schublade.

Das Konzept klang auf dem Papier gewohnt clever: Apple entwickelte eine verkürzte, knubbelige Variante des Stylus. Der Mini-Stift sollte magnetisch am Gehäuserahmen haften und dort drahtlos geladen werden. Was beim iPad wunderbar klappt, wird auf dem 7,76 Zoll großen Hauptdisplay des iPhone Ultra im Alltag aber zum echten Frustfaktor.

Empfindliches OLED und klobige Ergonomie im Alltag

Das Kernproblem liegt auf der Hand: Ein faltbarer OLED-Bildschirm besitzt nun mal kein extrem gehärtetes Glas. Zieht man mit der festen Stiftspitze über die empfindliche Oberfläche, sind hässliche Kratzer und Einkerbungen vorprogrammiert. Wer drückt schon freiwillig mit Plastik auf ein sündhaft teures, weiches Panel? Eben, niemand.

Dazu kommt die Ergonomie, bei der man sich echt fragen muss: Ob man das wirklich braucht? Da der Stift seitlich am Gehäuse klemmt, müsste man ihn jedes Mal abfummeln, bevor man das Smartphone überhaupt aufklappen kann. Wer hat im Alltag Bock auf solche Hürden, nur um sein Handy zu nutzen? Das ist das genaue Gegenteil von durchdachter Bedienung.

Starke Technik auch ohne Jobs-Albtraum

Apple tut also verdammt gut daran, das Thema Stylus erst einmal einzustampfen. Steve Jobs urteilte schon 2007 legendär: „Nobody wants a stylus“. Auch wenn sich die Tech-Welt weitergedreht hat: Ein Zubehörteil, das die Handhabung verschlechtert und das Display ruiniert, will heute erst recht keiner.

Ohnehin hat das iPhone Ultra hardwareseitig genug zu bieten. Mit dem neuen Apple A20 Pro Prozessor, sattem 12 GB RAM und einem üppigen 5.800 mAh Akku ist das Datenblatt prall gefüllt. Ergänzt durch das 5,49 Zoll Außendisplay und eine 48 MP Doppel-Kamera macht das Falt-Flaggschiff auch ohne Stift eine Ansage – preislich wird das Teil mit vermuteten 2.000 Euro aufwärts aber leider völlig daneben liegen.

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