Pixel 11 Pro XL: 45W-Ladechaos und ein nutzloses Extreme Charging

Google Pixel 11 Pro XL with Gemini Intelligence
Quelle: Google
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Wenn es zwei Dinge gibt, mit denen ich seit Jahren eine echte Hassliebe pflege, dann sind es das USB-C-Standardwirrwarr und Googles Pixel-Smartphones. Nachdem wir uns bereits ausführlich über den absurden Preisaufschlag beim Pixel 11 Pro XL aufregen durften, folgt nun der nächste Dämpfer an der Steckdose. Das groß beworbene 45W-Schnellladen ist in der Praxis ein absoluter Krampf – und das neue Software-Feature „Extreme Charging“ entpuppt sich als unfertige Baustelle.

Legen wir direkt mit den nackten Zahlen los: Ja, das neue Flaggschiff kommt der 45W-Marke endlich näher. Mit dem 60 Euro teuren Google Pixel Flex 67W Ladegerät konnte in ersten Tests eine Spitzenleistung von 40,7 Watt gemessen werden. Das ist spürbar besser als die müden 35 Watt der vorherigen XL-Generationen.

Die fiese 21V-PPS-Falle beim Pixel 11 Pro XL

Der gewaltige Haken an der Geschichte: Ihr erreicht diese knapp 41 Watt nur, wenn euer USB-C-Netzteil exakt das 21V-PPS-Protokoll bei 2 Ampere unterstützt. Habt ihr – wie die meisten da draußen – ein kräftiges Ladegerät, das unter dem PPS-Standard aber nur 11 Volt liefert? Pech gehabt. Das Pixel 11 Pro XL drosselt die Leistung dann eiskalt auf lächerliche 25 Watt herunter. Für ein Premium-Gerät dieser Preisklasse ist diese Pingeligkeit bei Netzteilen einfach nur dreist.

Aber selbst wenn ihr das perfekte Zubehör besitzt, ist der Zeitgewinn minimal. Der Akku, der beim XL-Modell von 5.200 mAh auf 5.115 mAh geschrumpft ist, braucht immer noch 21 Minuten für 50 Prozent. Für eine komplette Vollladung vergehen 69 Minuten. Das ist zwar etwas schneller als die 81 Minuten des Pixel 10 Pro XL, aber von Rekorden sind wir meilenweit entfernt. Zudem springt die Anzeige am Ende verdächtig schnell von 97 auf 100 Prozent – ein alter Taschenspielertrick, um die Ladezeit optisch zu schönen, während der Akku im Hintergrund noch fröhlich weiterlädt.

Extreme Charging: Wenn der Software-Turbo einfach streikt

Um die lahmen Ladezeiten im Alltag zu kaschieren, hat sich Google dieses Jahr einen Software-Trick ausgedacht: Das sogenannte Extreme Charging. Die Versprechung? In 30 Minuten soll der Akku auf 75 Prozent schießen – auf Kosten von etwas mehr Abwärme und reduzierter Systemleistung während des Ladevorgangs.

Die Praxis sieht jedoch extrem düster aus: Obwohl alle Bedingungen erfüllt sind (Akkustand unter 50 Prozent, passendes 30W+ Netzteil), lässt sich das Feature schlichtweg nicht aktivieren. Der Schalter in den Akku-Einstellungen bleibt einfach grau, der schnelle Toggle auf dem Sperrbildschirm fehlt komplett. Wie unter anderem Android Police bei ihren Testern feststellen musste und unzählige Käufer im Netz bestätigen, taucht die Option bei den meisten Pixel 11-Geräten zum Start gar nicht erst auf. Offenbar braucht das System erst tagelange Akku-Kalibrierungen im Hintergrund, bevor es die Funktion gnädigerweise freigibt.

Ein sündhaft teures Smartphone, das extrem wählerisch beim Zubehör ist, im Standard-Modus bestenfalls mittelmäßig lädt und sein bestes Lade-Feature zum Launch künstlich blockiert. Wer von euch hat das Extreme Charging bei seinem Pixel 11 schon zum Laufen bekommen?

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2 Kommentare

  1. Bei mir ist das extreme Charging auch ausgegraut. Habe mein Pixel 11 seit paar Tagen jetzt und habe es mehrmals mit Kabel und kabellos aufgeladen.

  2. Wenn man bedenkt wie einfach zu reparieren die neuen Pixel Modelle sind, möchte man doch meinen dass schnellladen, selbst wenn es den Akku verschleißt kein Problem mehr darstellen sollte. Akku einfach nach ein paar Jahren austauschen und gut ist. Ich bin mittlerweile zu Xiaomi gewechselt und lade mit Maximal 100w und wenn man sich anschaut für welche alten Modelle Xiaomi noch Akkus anbietet ist das schon ein schlag ins Gesicht beim Preisvergleich. Meine Frau und ich wollen nach dem ganzen SoftwareProblemen, dem schlechten Thermalmanagement und der miesen Performance jedenfalls in naher Zukunft keine Pixel Geräte mehr kaufen und ich rate im Freundes und Familienkreis auch niemanden mehr dazu.

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