Soundcore Liberty 5 Pro Max Testbericht

Soundcore, die Audio-Tochtermarke von Anker, ist seit Jahren bekannt für ein außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis im Budget- und Mittelklassesegment. Mit den Liberty 5 Pro Max wagt der Hersteller nun erstmals den Sprung in eine völlig neue Preisklasse: Für 249,99 Euro positioniert sich das neue Topmodell preislich auf Augenhöhe mit den Apple AirPods Pro 3 und Samsung Galaxy Buds 4 Pro.
Möglich macht das vor allem der neu entwickelte ANKER-Thus-Chip – ein Audio-KI-Prozessor mit Compute-in-Memory-Architektur, der laut Hersteller in Deutschland gefertigt wird. Dazu kommt das auffälligste Merkmal des Pro Max: ein 1,78 Zoll großes AMOLED-Touchscreen-Display im Ladecase, über das sich praktisch alle Funktionen steuern lassen, ohne das Smartphone zu zücken. Ergänzt wird das Paket durch einen integrierten KI-Sprachrekorder mit Transkription und einen Echtzeitübersetzer.
Ich habe die Soundcore Liberty 5 Pro Max in der Farbe Mitternacht (schwarz) für diesen Testbericht kostenlos vom Hersteller zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür. Dies hat aber keinen Einfluss auf das Testergebnis.
Technische Daten
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Bluetooth | Version 6.1 |
| Codecs | SBC, AAC, LDAC |
| Multipoint | Bis zu 3 Geräte gleichzeitig (LDAC nur bei max. 2 Geräten) |
| Reichweite | Bis zu 15 m (ohne Hindernisse) |
| Akkulaufzeit (Earbuds) | Bis 12 h (ANC aus) / bis 6,5 h (ANC an) |
| Akkulaufzeit (mit Case) | Bis 50 h (ANC aus) / bis 28 h (ANC an) |
| Schnellladen | 5 Min. Laden → bis 4 Std. Wiedergabe |
| Ladezeit Earbuds | ca. 50 Minuten |
| Ladezeit Case | ca. 3 Std. (USB-C) – auch kabelloses Laden (Qi) |
| ANC | Adaptives ANC 4.0, 5 manuelle Stufen + Adaptiv-Modus, 360° |
| Mikrofone | 8 MEMS-Mikrofone + 2 Knochenschall-Sensoren |
| Audio-Chip | ANKER Thus (CIM-Architektur, Compute-in-Memory) |
| IP-Zertifizierung | IP55 (Earbuds) |
| Bedienung | Touch-/Wischsteuerung an Earbuds, KWS Offline-Sprachsteuerung |
| Case-Display | 1,78″ AMOLED-Touchscreen, gesamter Deckel als Bildschirm |
| KI-Funktionen | KI-Notizblock (Aufnahme + Transkription), Echtzeit- & Face-to-Face-Übersetzer, Anka-Assistent |
| Transkriptionskontingent | 120 Minuten/Monat kostenlos, danach Abo nötig |
| App-Funktionen | HearID-EQ, 8-Band-EQ mit 4 Presets, Dolby Audio mit Head-Tracking, Easy Chat, Wear Detection |
| Ohrpassstücke | 5 Größen Ohrtips, 2 Paar Ohrhaken + flache Abdeckung als Alternative |
| Lieferumfang | Earbuds, Ladecase, Ohrhaken (2 Paar), Ohrtips (XXS–L), USB-A-auf-C-Kabel |
| Farben | Schwarz, Beige |
| Preis | 249,99 Euro (UVP) |
Der ANKER-Thus-Chip: Was steckt dahinter?
Der ANKER Thus ist nach Herstellerangaben der weltweit erste Audio-KI-Chip mit CIM-Architektur (Compute-in-Memory). Bei herkömmlichen Chips – etwa Apples H2-Chip in den AirPods Pro 3 – sind Prozessor und Speicher physisch getrennt, was einen ständigen, energieintensiven Datentransfer erfordert. Bis zu 90 % der Energie konventioneller Audio-Chips fließt allein in diesen Datentransfer.
Beim Thus-Chip finden Berechnungen direkt im Speicher statt. Das spart laut Hersteller massiv Energie, erlaubt komplexere Algorithmen und benötigt nur etwa ein Sechstel der physischen Chipfläche. Diese Platzersparnis ermöglicht es, acht statt der bei Apple üblichen sechs Mikrofone plus zwei Knochenschall-Sensoren in den kompakten Earbuds unterzubringen – mehr Hardware für präzisere ANC- und Telefonie-Algorithmen.
Design & Verarbeitung
Soundcore hat das Design der Liberty-Reihe gegenüber dem Liberty 4 Pro vollständig überarbeitet. Statt des bei Soundcore üblichen Stiel-Designs setzen die Liberty 5 Pro und Pro Max auf eine geschwungene, ovale Form, die optisch näher an den Bose QuietComfort Earbuds liegt als an klassischen Soundcore-Modellen. Eine Ohrfinne stützt sich in der Concha ab und sorgt für sicheren Halt – wer mit Finnen nicht zurechtkommt, kann stattdessen zwei flache Kunststoffabdeckungen einsetzen. Fünf Ohrtip-Größen (XXS bis L) sind im Lieferumfang enthalten.
Im Praxistest gab es keine Stabilitätsprobleme bei mir bei intensiver Bewegung. Die beiden Kopfhörer sitzen sehr fest und fast unmerkbar im Ohr. Die Earbuds selbst sind zu den Liberty 5 Pro identisch – der entscheidende Unterschied liegt im Ladecase. Die IP55-Zertifizierung schützt vor Schweiß und leichtem Regen, was für den Sporteinsatz ausreicht.

Das Case: Der eigentliche Star der Pro Max
Während das günstigere Liberty 5 Pro nur einen schmalen Touchscreen-Streifen auf der Vorderseite des Cases bietet, gibt das Pro-Max-Modell dem kompletten Deckel ein AMOLED-Touchdisplay. Das Display ist heller, schärfer und größer als beim Pro-Modell. Bedient wird wie bei einer Smartwatch: Wischen nach links/rechts wechselt zwischen Ambient-Sound-Modi und EQ-Presets, Wischen von oben öffnet ein Kontrollzentrum (Bluetooth, Helligkeit, Dolby Audio), Wischen von unten zeigt eine vollständige Funktionsliste inklusive Face-to-Face-Übersetzung, Wallpaper-Einstellungen und Fernauslöser für die Smartphone-Kamera.
Die Touchscreen-Reaktionsfähigkeit ist nicht immer perfekt, manchmal ruckelt es gelegentlich oder man muss sogar mehrfache Wischbewegungen ausführen, bis eine Aktion dann auch wirklich ausgeführt wird. Das mindert den Komfortgewinn etwas, ändert aber nichts daran, dass sich nahezu alle Funktionen direkt am Case steuern lassen, ohne das Smartphone aus der Tasche zu holen.
Das Pro-Max-Case fällt durch das große Display spürbar voluminöser aus als bei klassischen In-Ears. Für Jackentaschen kein Problem, in engen Hosentaschen wirkt es jedoch dick und sperrig. Auch die symmetrische Form sorgt anfangs für Verwirrung, in welche Richtung das Case geöffnet werden muss.

Bedienung & Soundcore-App
An den Earbuds selbst erfolgt die Steuerung über frei konfigurierbare Wischgesten (Lautstärke standardmäßig per Hoch-/Runterwischen) sowie Einfach-, Doppel- und Dreifach-Tipp-Funktionen, die in der App individuell belegt werden können. Die Wischgeste zur Lautstärkeregelung funktioniert im Alltag zuverlässig und praktisch.
Die Soundcore-App bietet ein umfangreiches Funktionspaket: HearID für eine individuell auf das Gehör abgestimmte EQ-Kurve, einen frei einstellbaren 8-Band-EQ mit vier Presets (Soundcore Signature, Clear Vocals, Powerful Bass, Calm and Soothing), Dolby Audio mit Head-Tracking, eine Lautstärkebegrenzung zum Gehörschutz, Trageerkennung sowie Easy Chat – eine Funktion, die automatisch in den Transparenzmodus wechselt und die Musiklautstärke senkt, sobald der Träger zu sprechen beginnt.
Der KI-Assistent Anka sowie Echtzeit- und Face-to-Face-Übersetzung werden direkt über den Thus-Chip auf dem Gerät verarbeitet. Hier muss man allerdings kostenpflichtig ein Abo abschließen, um dieses Featuree nutzen zu können.
KI-Notizblock & Echtzeitübersetzer
KI-Notizblock (AI Note-Taker)
Die Aufnahmefunktion lässt sich bequem durch Doppeltippen der Rückseitentaste am Case aktivieren – die Mikrofone sitzen direkt im Case, das dafür einfach auf einem Tisch zwischen Gesprächspartnern platziert werden kann. Die Ohrhörer selbst müssen für die Aufnahme nicht getragen werden. Während der Aufnahme lässt sich per Flag-Button ein Lesezeichen an wichtigen Stellen setzen. Nach Abschluss überträgt die App die Aufnahme automatisch und erstellt Transkript sowie eine „intelligente Zusammenfassung“.
Die Transkriptionsgenauigkeit ist sogar sehr gut, das überrascht doch ein wenig, da Aknker/ Sowundcore bisher nicht gerade in diese Richtung besonders aufgefallen sind. Für Nutzer, die regelmäßig in Meetings, Vorlesungen oder Interviews sitzen, kann das spürbar Zeit sparen. 120 Minuten Transkription pro Monat sind kostenlos enthalten; für mehr ist ein Zusatzabonnement nötig.

Echtzeitübersetzer
Der Übersetzer funktioniert über zwei Modi: Im zweiseitigen Modus hält eine zweite Person das Case, um per Mikrofon-Taste die übersetzte Antwort abzuspielen – praktisch, aber technisch nicht in Echtzeit, da jeweils auf eine Taste gedrückt und gewartet werden muss. Im einseitigen/Echtzeit-Modus übersetzt das System die Sprache des Gegenübers fortlaufend in die Ohrhörer, mit kurzer Verzögerung. Ich habe dies selbst nicht getestet, die Übersetzung soll aber überwiegend zuverlässig funktionieren. Hierfür gibt es aber auf jedem Android Telefon mit der reinen Übersetzungs-Apps Google Translate eine noch zuverlässigere Alternative.
Sowohl Transkription als auch Übersetzung benötigen eine aktive Internetverbindung des verbundenen Smartphones – beide Funktionen arbeiten cloudbasiert und funktionieren nicht offline.
Klangqualität
Klanglich zeigen sich die Soundcore Liberty 5 Pro Max Testbericht extrem positives. Ab Werk sind die Kopfhörer deutlich ausbalancierter in der Abstimmung gegenüber günstigeren Soundcore-Vorgängern. Stimmen werden klar wiedergegeben, der Bass ist präsent, aber nicht dominant – wobei die Standardabstimmung tendenziell bassbetont ausfällt, was für die meisten Hörer angenehm, für audiophile Nutzer aber zu kräftig sein kann.
Der Bass ist druckvoll, etwas lauter als ideal, die Mitten überzeugen mit guter Klarheit – Gesang sitzt genau dort im Mix, wo er hingehört, ohne unterzugehen. Die Räumlichkeit der Wiedergabe ist gut.
Die Höhen verlieren im Vergleich zu Spitzenmodellen etwas an Präsenz und Brillanz. Dank des Custom-EQ kann man aber die Musik seiner Vorliebe anpassen und und mögliche Defizite in der Soundwiedergabe ausgleichen. Da sollte dann für jeden eigentlich der (fast) perfekte Soundgenuss einstellbar sein.
HearID als Schlüssel zum vollen Potenzial
Die Nutzung der HearID-Funktion kann ich euch nur empfehlen, diese stimmt das Klangbild individuell auf das eigene Gehör ab. Wer bereit ist, den kurzen Hörtest zu durchlaufen, bekommt ein spürbar besseres Klangerlebnis als mit der Werkseinstellung. Insgesamt gilt: Der Klang ist sehr gut, er reicht aber nicht ganz an die absolute Spitzenklasse anderer Hersteller heran. Dennoch kann ich sagen, dass der Sound, den die Liberty 5 Pro Max liefern für den Preis schon ganz nah an die Platzhirsche von Sony oder Apple herankommt.
Active Noise Cancelling (ANC)
Das adaptive ANC 4.0 zählt zu den stärksten Eigenschaften der Liberty 5 Pro Max. Fünf manuell wählbare Intensitätsstufen sowie ein automatischer Adaptiv-Modus erlauben die Feinabstimmung an die jeweilige Umgebung. Bei voller Stärke und gutem Sitz reduzieren die Earbuds die wahrgenommene Außengeräuschlautstärke laut Hersteller um durchschnittlich 83 %.
Im Alltag – etwa beim Pendeln im Bus – ist die Geräuschunterdrückung gleichwertig zu vergleichbaren Premiummodellen. Besonders auf Reisen in Flugzeug, Zug oder Bus reduziert das System störende Hintergrundgeräusche wirksam. Ich muss sagen, dass diese Ear-Ins das beste ANC haben, das ich jemals getestet hatte.
Kleiner Tipp noch von mir, bei manuell höchsten Stufe 5 hört man beim ANC ein leichtes Rauschen, stellt es lieber auf Stufe 4 und das Rauschen ist weg. Und das ANC ist dann noch immer genauso gut wie auf der höchsten Stufe.

Transparenzmodus
Der Transparenzmodus wurde gegenüber dem Liberty 5 Pro leicht verbessert: kein hörbares Zischen mehr beim Aktivieren, natürlicherer und weniger künstlicher Klang der Umgebungsgeräusche. Die Easy-Chat-Funktion schaltet automatisch in den Transparenzmodus und senkt die Musiklautstärke, sobald gesprochen wird, und kehrt nach rund fünf Sekunden Pause wieder zur vorherigen Einstellung zurück – praktisch für kurze Gespräche, etwa beim Bestellen eines Kaffees.
Leider funktionierte das nicht immer tadellos, schon ein leichtes Räuspern reichte aus, um den Transparenzmodus zu aktivieren. Auf die Dauer nervte es und ich habe das Feature deaktiviert. Dies können die Google Pixel Buds Pro 2 deutlich besser.
Windgeräuschunterdrückung
Eine besondere Stärke zeigt sich beim Umgang mit Windgeräuschen, etwa beim Fahrradfahren. Während viele Konkurrenzmodelle bereits bei moderaten Geschwindigkeiten deutliche Störgeräusche entwickeln, bleiben diese bei den Liberty 5 Pro Max über weite Strecken erstaunlich unauffällig.
Ganz fehlerfrei arbeitet das System jedoch nicht: ab und zu gibt es vereinzelt kurze Aussetzer von 5–10 Sekunden. Insgesamt zählt die Windgeräuschreduzierung dennoch zu den stärksten Features des Geräts.
Mikrofone & Telefonie
Mit acht MEMS-Mikrofonen und zwei Knochenschall-Sensoren erfasst das System die Stimme des Trägers präzise und filtert Hintergrundgeräusche heraus. Unter Idealbedingungen ist die Anrufqualität solide: Stimmen kommen klar herüber.
Für laute Umgebungen empfiehlt sich die Aktivierung von Clear Calls in der App, die eine gründlichere Stimmisolation bietet – allerdings auf Kosten der Akkulaufzeit, besonders in Kombination mit LDAC. Die Geräuschunterdrückung bei Anrufen ist gegenüber dem Liberty 5 Pro spürbar verbessert: weniger Verzögerung und Dämpfung der Stimme des Sprechers, klarere und natürlichere Übertragung selbst in belebten Umgebungen. Bei Wind bleibt die Sprachübertragung größtenteils stabil, bekommt jedoch einen leicht halligen Beiklang.
Das System soll nach Angaben des Herstellers Telefonate bei einer Umgebungslautstärke von bis zu 100 dB noch verständlich übertragen, ein außergewöhnlicher Wert, der laut Hersteller mit einem Guinness-Weltrekord für Sprachqualität bei TWS-Earbuds einhergeht.
Akkulaufzeit & Laden
Soundcore gibt für die Earbuds bis zu 12 Stunden Wiedergabe bei deaktiviertem ANC an, beziehungsweise 6,5 Stunden mit aktiviertem ANC. In Kombination mit dem Ladecase ergeben sich bis zu 50 Stunden (ohne ANC) bzw. 28 Stunden (mit ANC) Gesamtlaufzeit. Eine fünfminütige Schnellladung liefert bis zu vier Stunden Wiedergabe.
Die Earbuds selbst benötigen rund 50 Minuten für eine vollständige Ladung, das Case etwa drei Stunden über USB-C. Praktisch: Das Case unterstützt zusätzlich kabelloses Laden via Qi sowie MagSafe-kompatible Magnete für sicheren Halt auf entsprechenden Ladern.
Die Akkulaufzeit ist gut, aber nicht herausragend. Das größere Display-Case dürfte hier dafür sorgen, dass die Akkulaufzeit deutlich hinter der Konkurrenz zurückfällt.

Liberty 5 Pro vs. Pro Max: Lohnt sich der Aufpreis?
Die Earbuds selbst sind bei Liberty 5 Pro und Pro Max identisch – gleicher Thus-Chip, gleiches ANC, gleicher Klang, gleiche Mikrofonausstattung. Der gesamte Mehrwert des Pro Max konzentriert sich auf das Ladecase: ein vollflächiges AMOLED-Touchdisplay statt eines schmalen Touchscreen-Streifens, sowie der KI-Notizblock mit eigenem Mikrofon und Lautsprecher im Case, der beim Pro-Modell fehlt.
Wer regelmäßig Meetings, Vorlesungen oder Interviews aufzeichnen möchte oder die komplette Steuerung übers Case bevorzugt, profitiert vom Aufpreis von rund 60–70 Euro. Wer nur gute Earbuds mit Top-ANC sucht, bekommt mit dem Liberty 5 Pro alles, was klanglich und technisch zählt, für deutlich weniger Geld.
Stärken & Schwächen
✓ Stärken
- Sehr starkes, anpassbares ANC (~83 % Dämpfung)
- Hervorragende Windgeräuschunterdrückung
- Exzellente Mikrofonqualität, bis 100 dB Umgebungslautstärke nutzbar
- 1,78″ AMOLED-Display-Case mit vollständiger Funktionssteuerung
- KI-Notizblock mit präziser Transkription
- Plattformunabhängig voll funktional (Android & iOS)
- Sehr umfangreiche App: HearID, 8-Band-EQ, Dolby Audio
- Acht Mikrofone dank kompaktem Thus-Chip
- Wechselbare Ohrhaken für sicheren Sitz
- Kabelloses Laden (Qi) und MagSafe-Magnete
✗ Schwächen
- Klang gut, aber nicht auf Spitzenniveau der Konkurrenz
- Bassbetonte Werksabstimmung nicht jedermanns Sache
- Case deutlich größer und sperriger als üblich
- Touchscreen-Reaktion gelegentlich träge
- Transkription über 120 Min./Monat kostenpflichtig
- Übersetzer nicht besser als reine Smartphone-Apps
- Akkulaufzeit solide, aber nicht herausragend
- Kein Auracast
- Symmetrisches Case-Design anfangs verwirrend
- Deutlicher Preissprung gegenüber bisherigen Soundcore-Modellen
Fazit
Mit den Liberty 5 Pro Max wagt Soundcore den Sprung in die Premium-Liga – und schafft es überwiegend. Der neue Thus-Chip ermöglicht eine Mikrofon- und ANC-Ausstattung, die viele etablierte Hersteller in den Schatten stellt. Die Windgeräuschunterdrückung und Telefonqualität gehören zu den besten, die aktuell am Markt verfügbar sind, und übertreffen in mehreren Tests sogar die Apple AirPods Pro 3.
Das AMOLED-Display-Case ist das auffälligste Alleinstellungsmerkmal und funktioniert in der Praxis überraschend gut – auch wenn die Touch-Reaktion nicht immer ganz flüssig ist. Der KI-Notizblock überzeugt mit präziser Transkription und dürfte für Vielredner in Meetings und Vorlesungen echten Mehrwert bieten. Beim reinen Musikgenuss reicht der Klang zwar an viele Premiummodelle heran, jedoch nicht ganz an die absolute Spitzenklasse von Sony, Samsung oder Apple.
Wer die Zusatzfunktionen des Pro-Max-Cases tatsächlich nutzt, bekommt für 249,99 Euro ein rundes, technisch beeindruckendes Gesamtpaket. Wer in erster Linie gute Earbuds mit Top-ANC sucht, ohne KI-Schnickschnack, ist mit dem günstigeren Liberty 5 Pro ebenfalls bestens bedient.
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