Samsung: Speicher-Trick schlägt Apple

Es sah im letzten Jahr noch so aus, als würde Apple der Branche auf Dauer enteilen. 2025 lag der iPhone-Bauer mit 20 Prozent Marktanteil knapp vor den Südkoreanern. Doch jetzt wendet sich das Blatt komplett, und das aus einem ziemlich banalen Grund, den wir so gar nicht mehr auf dem Zettel hatten.
Laut den Analysten von Counterpoint Research hat sich Samsung im zweiten Quartal 2026 beachtliche 24 Prozent des globalen Kuchens gesichert. Das wurde aber auch Zeit, denn der restliche Smartphone-Markt hat zeitgleich das schwächste zweite Quartal seit 2013 hingelegt. Selbst das angebliche erste faltbare iPhone von Apple soll laut den Experten an diesem Trend in diesem Jahr kaum etwas ändern können.
Die ultimative Waffe: Eigene Fabriken
Warum zieht Samsung gerade jetzt an allen vorbei? Der Smartphone-Industrie geht massiv der Speicher aus. Weltweit knirscht es extrem bei der Verfügbarkeit von DRAM- und NAND-Chips, was die Preise für die Hersteller ordentlich nach oben treibt. Ob man da als Endkunde bald die Zeche für die Bauteile zahlt? Sehr wahrscheinlich.
Aber genau hier kommt Samsungs fieser Vorteil ins Spiel: Sie bauen das Zeug einfach selbst. Während die Konkurrenz schwitzt, die Margen kürzt und teuer einkaufen muss, bedient sich Samsung entspannt in den eigenen Werken. Das bringt Planungssicherheit und hält die Kosten im Rahmen.
Für mich ist das ein cleverer Schachzug, der sich jetzt auszahlt. Wenn Samsung diesen Vorteil konsequent durchzieht, werden sie 2026 wieder als weltweiter Marktführer beenden. Inmitten der schwersten Lieferkrise seit Jahren Apple den Thron wegzuschnappen – das ist mal eine echte Ansage an die gesamte Konkurrenz.
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