Sony Xperia 1 VIII hat ein Release-Datum

Sony zieht den Schlussstrich unter eine Ära, die fast sieben Jahre lang das Bild ihrer Flaggschiffe prägte. Wer bisher ein Xperia kaufte, wusste genau, was ihn erwartet: ein schmales Gehäuse mit einem vertikalen Kamerastreifen auf der Rückseite. Damit ist jetzt Schluss. Das japanische Unternehmen hat für den 13. Mai ein Event angekündigt, das unter dem Motto „The Next ONE“ steht. Ein offizielles Teaservideo lässt keinen Zweifel mehr daran, dass wir uns von der gewohnten Optik verabschieden müssen. Statt der schmalen vertikalen Anordnung rücken die Linsen nun in einem quadratischen Modul zusammen, wie man es bereits von anderen Herstellern kennt. Es ist ein Bruch mit der eigenen Tradition, der zeigen soll, dass Sony bereit ist, sich dem aktuellen Marktgeschmack anzupassen, ohne die treue Fangemeinde komplett zu verprellen.
Unter der Haube steckt erwartungsgemäß das Beste, was Qualcomm aktuell ins Regal legt. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 wird den Takt angeben und dürfte das Xperia 1 VIII leistungstechnisch auf Augenhöhe mit der Konkurrenz von Vivo oder OnePlus bringen. Trotz des neuen Äußeren bleibt Sony bei den inneren Werten stur. Während fast jeder andere Hersteller den Klinkenanschluss für Kopfhörer und den Einschub für microSD-Karten längst beerdigt hat, bleiben diese Relikte in Japan am Leben. Das ist kein Zufall, sondern Kalkül für eine Zielgruppe, die ihre Daten lieber auf einer Karte speichert, statt monatliche Cloud-Gebühren zu zahlen. Das Display bleibt mit 6,5 Zoll und der 120-Hertz-OLED-Technik wohl weitgehend identisch zum Vorgänger, was darauf hindeutet, dass Sony die wirklichen Neuerungen für andere Bereiche aufspart.
Besonders bei der Kamera gibt es eine Verschiebung, die nicht jedem gefallen wird. Zwar spendiert Sony dem Teleobjektiv einen deutlich größeren 48-Megapixel-Sensor, was die Bildqualität bei Zoom-Aufnahmen merklich steigern dürfte, doch dafür fällt eine technische Besonderheit weg. Der kontinuierliche optische Zoom, der bisher ein Alleinstellungsmerkmal der Serie war, scheint der Schere zum Opfer gefallen zu sein. Man tauscht also mechanische Raffinesse gegen pure Sensorfläche. Ob dieser Deal aufgeht, müssen die ersten Tests zeigen, besonders wenn man bedenkt, dass die Konkurrenz mittlerweile mit riesigen 200-Megapixel-Modulen hantiert. Sony setzt hier eher auf eine Balance aus drei 48-Megapixel-Einheiten, um eine konsistente Bildsprache über alle Brennweiten hinweg zu gewährleisten.
Wer sich das neue Flaggschiff in Farben wie Dunkelrot oder Gold zulegen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Erste Berichte aus dem asiatischen Raum deuten auf eine Preiserhöhung von knapp 20 Prozent hin. Das ist ein ordentlicher Aufschlag für ein Smartphone, dessen Marktanteile ohnehin seit Jahren schrumpfen. Dennoch bleibt Sony seinem Rhythmus treu und wird das Gerät am frühen Morgen des 13. Mai offiziell präsentieren. Ein Marktstart im Juni ist realistisch, auch wenn eine Bestätigung für Europa noch aussteht.
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