Samsung verlangt für die neue Galaxy Watch spürbar mehr Geld

Samsung dreht pünktlich zum Sommer an der Preisschraube und macht die kommende Galaxy Watch9 sowie die Watch Ultra2 laut aktuellen Leaks spürbar teurer. Für mich kommt dieser Schritt wenig überraschend, auch wenn der Einstiegspreis von über 400 Euro erst einmal wehtut. Wer die neuen Wear-OS-Modelle im Alltag nutzen möchte, muss diesmal tiefer in die Tasche greifen als je zuvor.
Der Aufpreis für mehr Puste am Handgelenk
Ein Aufschlag von 30 Euro bei der Standardversion und satten 50 Euro beim Ultra-Modell ist eine echte Ansage. Genau hier lag bisher das Problem, denn die Galaxy Watch war im Vergleich zur Apple Watch oft der logische Preis-Leistungs-Tipp im Android-Lager. Immerhin verbaut Samsung diesmal wesentlich größere Akkus und den neuen Snapdragon Wear Elite von Qualcomm.
In meinem Alltag mit dem Vorgänger ging der Uhr beim Tracking langer Läufe im Winter oft zu schnell die Puste aus. Mehr Kapazität ist daher absolut überfällig, bringt aber den klassischen Kompromiss mit sich. Mehr Akku bedeutet meist auch mehr Gewicht und ein dickeres Gehäuse am Handgelenk.
Die Rückkehr der Lünette hat ihren Preis
Besonders spannend finde ich die Entwicklung bei der Galaxy Watch Ultra2, die nun laut den Informationen stolze 749 Euro kosten soll. Dafür bekommen Käufer neben dem neuen Top-Prozessor wohl eine beschriftete, möglicherweise drehbare Lünette. Wer eine Smartwatch schon einmal bei Kälte mit Handschuhen bedient hat, kennt das Problem mit streikenden Touchscreens.
Eine physische Steuerung ist da ein echter Segen im Alltag, auch wenn das klobige Design dadurch kaum dezenter werden dürfte. Am Ende wird genau dieser Trade-off aus hoher Funktionalität und wuchtiger Optik die Geister der Nutzer scheiden.
Warum dieser Schritt für den Markt logisch ist
Samsung reagiert mit dieser Preisgestaltung konsequent auf den Druck durch Google und Apple. Die Zeiten, in denen man eine vollwertige Premium-Smartwatch für unter 300 Euro hinterhergeworfen bekam, sind im Android-Ökosystem endgültig vorbei.
Für mich zeigt dieser Leak, dass Samsung sich dauerhaft im echten Premium-Segment etablieren will, statt über den Preis zu verkaufen. Ob die neuen Features und die bessere Performance den spürbaren Aufpreis im Alltag wert sind, müssen die ersten echten Härtetests zeigen.
Was bedeutet das für die Käufer?
Die angekündigte Preiserhöhung bei Samsungs Wearable-Sparte spiegelt einen breiteren Trend auf dem Halbleiter- und Komponentenmarkt wider. Der Wechsel zum Qualcomm Snapdragon Wear Elite Chip bedeutet für Samsung nicht nur einen Performance-Sprung, sondern auch deutlich höhere Lizenz- und Einkaufskosten im Vergleich zu den zuvor genutzten hauseigenen Exynos-Prozessoren. Zudem steigen die Rohstoffpreise für die Produktion von größeren Lithium-Ionen-Akkus und die Verarbeitung von Gehäusematerialien wie Titan bei den Ultra-Modellen kontinuierlich an.
Gleichzeitig verschiebt sich die Marktstrategie der großen Hersteller weg von reinen Hardware-Verkäufen hin zu margenstärken Premium-Ökosystemen. Samsung positioniert die Galaxy Watch gezielt als direktes Gegenstück zur Apple Watch-Series und Apple Watch Ultra. Da Google mit der Pixel Watch-Reihe ebenfalls das mittlere Preissegment nach oben hin verlässt, nutzt Samsung den Spielraum, um die gestiegenen Produktionskosten direkt an die Endverbraucher weiterzugeben und die eigenen Gewinnmargen im Wearable-Bereich zu sichern.
Quelle: WinFuture
Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
